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Die Daten zum Kapitel „Förderungen + Finanzierungen“ basieren auf den Angaben der österreichischen Förderstellen. Nach einer Prüfung der Förderstellen durch den Rechnungshof und den dabei abgegebenen Empfehlungen konzentriert sich das Österreichische Filminstitut auf die Auszahlungen, also jene Beträge, die tatsächlich im Berichtsjahr ausbezahlt wurden. Im Folgenden werden daher die Begriffe Auszahlungen und Förderungen in diesem Kapitel des Berichts auch gleichgesetzt.

Die Förderungszusagen (im Gegensatz zu den Auszahlungen) werden von einigen Institutionen in den jeweiligen Jahres- bzw. Tätigkeitsberichten veröffentlicht, sie beinhalten die für die Branche wesentlichen Informationen zu künftige Projekte und Entwicklungen und lassen gleichzeitig die Förderstrategien der einzelnen Förderstellen erkennen.
Die Förderauszahlungen sind nicht unbedingt mit den Förderzusagen identisch. Nach Entscheidung durch ein Auswahlgremium gehen die Institutionen die Verbindlichkeit ein, für ein bestimmtes Projekt die finanziellen Mittel zu binden. Erst mit Vertragsabschluss kommt es zur Auszahlung einer Rate. Der Förderbetrag wird in Folge entsprechend dem Projektverlauf in mehreren Raten ausbezahlt.

Die Auszahlungen umfassen sowohl die für Projekte bereitgestellten Mittel als auch die Ausgaben für Tätigkeiten zum Nutzen der Filmbranche und die anteiligen österreichischen Kosten an den europäischen Förderprogrammen Creative Europe Desk Austria - MEDIA und EURIMAGES.
Die einzelnen Förderstellen wurden nach unterschiedlichen Kriterien und mit unterschiedlichen Zielsetzungen eingerichtet und üben ihre Tätigkeit auf Grundlage unterschiedlicher Gesetze, Richtlinien u.ä. aus. Eine einheitliche Kategorisierung der Förderbereiche wird dadurch deutlich erschwert. Die Einteilung der Förderbereiche im Filmwirtschaftsbericht erfolgt nach den - in vergleichbaren internationalen Berichten - als Kernbereiche definierten Kategorien: Stoff- und Projektentwicklung, Herstellung und Verwertung (berücksichtigt sind dabei zum überwiegenden Teil Kinostarts und Festivalteilnahmen einzelner Filme). Unter „Institutionen und Infrastruktur“ werden die weiteren Unterstützungen für entsprechende Tätigkeiten aufgegliedert.

Grundsätzlich ist festzuhalten, dass die Verteilung der Mittel auf die Förderbereiche den Anträgen und den Entscheidungen der Auswahlgremien entspricht und die Auszahlungen nach Projektfortschritt erfolgen. Allerdings fällt auf, dass der Anteil für die Förderungen von Herstellungen von Jahr zu Jahr leicht abnimmt, die Aufwendungen für Stoff- und Projektentwicklung hingegen zunehmen.

2019 wurden von den Förderstellen Auszahlungen in Höhe von 72,7 Mio. Euro gemeldet, ein Minus von knapp 3% gegenüber 2018.

Die prozentuelle Aufteilung der Ausgaben auf die nationalen und regionalen (subnationalen) Förderstellen ist seit Jahren nahezu gleich, über zwei Drittel der Auszahlungen werden von den nationalen Förderstellen (und dem ORF) und etwa ein Drittel von den regionalen Förderstellen bestritten. Für 2019 entfallen auf nationale Förderstellen knapp 49,4 Mio. Euro bzw. 68%, die Bundesländer nennen 23,3 Mio. Euro bzw. 32% an Auszahlungen. Der mit Abstand größte regionale Förderer ist das Bundesland Wien mit 20,2% der Gesamtauszahlungen. Filmfonds Wien und die Kulturabteilung der Stadt Wien tätigten zusammen 63% der Auszahlungsbeträge der regionalen Förderstellen. Niederösterreich folgt auf Rang zwei mit 4,2%.

Autorenspalte
Um eine vollständige Darstellung der Förderungen erstellen zu können, wäre eine homogene Erfassung der Förderbereiche notwendig. Der vorliegende Bericht bzw. das Filminstitut als Verantwortliche für den Filmwirtschaftsbericht sind daher bei diesen Details auf die Angaben der einzelnen Förderstellen angewiesen. Diese Angaben können auch nicht verifiziert werden.
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Ab 2018 neue Berechnung der "Institutionen und Infrastruktur" für das Filminstitut.
Quelle: Institutionen
 
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Quelle: Institutionen