nach oben| Waren und Dienstleistungseinkäufe
Der Einkauf von Waren und Dienstleistungen zeigt seit 2012 die schon zuvor erwähnten extrem auffällige Entwicklungen: Sprunghaften Zahlen in manchen Bereichen steht eine exorbitante Steigerung bei den Kino- und TV-Filmproduzent*innen gegenüber. Von 2012 auf 2013 stiegen die Ausgaben für Vorleistungen der Kino- und TV-Filmproduzent*innen um 19,0%, von 2013 auf 2014 um 9,0%, von 2014 auf 2015 um 9,8% und von 2015 auf 2016 um 14,6%. Im Jahre 2017 war es ein Rückgang um 10,4% und 2018 war neuerlich ein Minus von 0,5% zu verzeichnen.

Dieses erstaunliche Phänomen lässt sich wieder auf die Entwicklungen eines Bundeslandes zurückführen. In Salzburg sind es 6% aller Produktionsunternehmen, die 60% der Vorleistungen einkaufen und 81% aller Investitionen verantworten.

Die Investitionen der Salzburger Produktionsunternehmen stiegen während des Zeitraumes 2011 bis 2018 von 0,3 Mio. Euro auf 36,9 Mio. Euro. Das entspricht dem 123-fachen Aufwand im Abstand von sieben Jahren.
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Quelle: Statistik Austria, Leistungs- und Strukturstatistik 2018, eigene Berechnungen
 
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nach oben| Bruttoinvestitionen
Die Salzburger Werte schlagen bei den Bruttoinvestitionen, dem verlässlichen Indikator der Branchenentwicklung, erneut deutlich auf die Gesamtwerte der Branche durch. Die Salzburger Betriebe haben innerhalb der Kino- und TV-Filmproduzent*innen nach zwei Jahren mit geringeren Investitionen wieder deutlich mehr investiert (plus 17% gegenüber 2017), die österreichweiten Investitionen steigen damit um 2%. Angesichts der gesunkenen Investitionen der Verleihfirmen (minus 32,7% im Jahresabstand) und der Reduktion um 45,5% beim Werbefilm wie auch der Sparsamkeit der Kinos (minus 16,8%) sind die Produktionsfirmen aufgrund der finanzstarken Salzburger das Rückgrat der Zukunftshoffnungen. In Summe aber bedeutet das einen Rückgang der Investitionen um 6,1% im Jahresabstand.

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Quelle: Statistik Austria, Leistungs- und Strukturstatistik 2018, eigene Berechnungen
 
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nach oben| Bruttowertschöpfung
Die Bruttowertschöpfung, also die finanzielle Leistungskraft der Unternehmen (Umsatzerlöse minus Vorleistungen plus Subventionen minus Steuern minus Abgaben) kann die Delle des Jahres 2017 ausgleichen. Die Bruttowertschöpfung für das Jahr 2018 liegt allerdings noch immer (auch nominell) unter den Werten der Jahre 2016 und 2015. Leidiglich die Produktionsfirmen im Bereich Kino- und TV-Film sowie der Werbefilm erreichen 2018 wieder das Niveau von 2015 und können damit die Ertragsdefizite der letzten Jahre ausgleichen.

Bis auf den Wirtschaftsfilm und die Produktion von Kino- und TV-Filmen haben alle Bereiche - zum Teil deutlich - verloren, Produktionsfirmen von Werbefilmen minus 2,5%, Kino minus 11,4% und Videotheken minus 10%. Mit Werten von rund minus 1% haben sich Nachbearbeitung und Verleih noch relativ gut geschlagen.
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Quelle: Statistik Austria, Leistungs- und Strukturstatistik 2018, eigene Berechnungen
 
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