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Der Filmwirtschaftsbericht hat angesichts der technologischen Entwicklungen in der Branche die noch immer zunehmend wichtige Aufgabe, die Gesamtheit des Filmschaffens in Österreich als Teil der audiovisuellen Industrie darzustellen. Ein Kernelement (nicht zuletzt definiert das Filmförderungsgesetz §2, lit. c), das Ziel, die kulturellen, gesamtwirtschaftlichen und internationalen Belange des österreichischen Filmschaffens zu unterstützen, insbesondere durch Maßnahmen zur Nachwuchsförderung sowie durch Erstellung eines jährlichen Filmwirtschaftsberichts) sind dabei die wirtschaftlichen Eckdaten der Branche. Mit dem Filmwirtschaftsbericht 2019, F+F 18 werden die Daten zum Thema Filmwirtschaft nun zum zehnten Mal in Folge auf Basis der Leistungs- und Strukturstatistik der Statistik Austria dargestellt.

„Die Leistungs- und Strukturstatistik der Statistik Austria erlaubt wichtige Aussagen über die Struktur, Tätigkeit, Beschäftigung, Investitionstätigkeit und Leistung der Unternehmen auf nationaler und regionaler Ebene in der Gliederung nach Wirtschaftsbereichen entsprechend der ÖNACE. Diese Statistik wird in Form einer sogenannten Konzentrationsstichprobe (Vollerhebung mit variablen Abschneidegrenzen unter Berücksichtigung eines Repräsentanzkriteriums) bei gleichzeitiger konsequenter Nutzung verfügbarer Verwaltungsquellen (Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, Finanzbehörden sowie ab 2008 auch Lohnzetteldaten) und von Synergien zwischen statistischen Erhebungen im Sinne des Bundesstatistikgesetzes 2000 erstellt. Alle Unternehmen unterhalb der gesetzlich vordefinierten Schwellenwerte (Abschneidegrenzen) werden mittels eines modellbasierten Ansatzes zur Datenergänzung mit Hilfe der verfügbaren Verwaltungsdaten auf Mikroebene berechnet“ (Statistik Austria). Statistik Austria berücksichtigt nur jene Unternehmen, die nach eigenen Angaben im jeweiligen Bereich ihren Tätigkeitsschwerpunkt haben. Gerade in den oft durch mehrere unterschiedliche Tätigkeiten gekennzeichneten Bereichen der Filmwirtschaft wird so sichergestellt, dass die tatsächlichen Akteure berücksichtigt werden und nicht nur die laut Gewerbeschein definierten Unternehmen.

Bei den kumulierten Umsätzen ist zu beachten, dass die Vorleistungen hier nicht abgezogen sind. Die dargestellten Werte entsprechen also weitgehend den Produktionswerten und nicht der Wertschöpfung. In den Erlösen und Erträgen der Kinos sind so etwa Erlöse und Erträge der Produktionsunternehmen oder der Verleihfirmen enthalten, und auch die Erlöse und Erträge der Nachbearbeitung sind Vorleistungen, die bei den Produktionsunternehmen Ausgaben bedeuten.

Seit zehn Jahren stellt Statistik Austria aufgrund adaptierter Erhebungstechniken Daten zur Filmwirtschaft in davor beispielloser Qualität und Tiefe zur Verfügung. Innerhalb der Zeitreihe ab 2008 ist es möglich, auf der Grundlage der Leistungs- und Strukturstatistik einen Vergleich über die jeweils letzten Jahre anzustellen. Damit lassen sich die wesentlichen Parameter der Filmwirtschaft von der Anzahl der Unternehmen bis hin zum Investitionsverhalten, aber auch die Beschäftigungssituation detailliert in ihrer Entwicklung ablesen. Durch das Rechnungslegungsänderungsgesetz sind allerdings die Angaben zu den Umsätzen seit 2016 nur mehr bedingt mit den Daten der Vorjahre vergleichbar. Wir im Autorenteam haben daher auf die Angaben zu Erlösen und Erträgen umgestellt und hier auch die entsprechenden Werte aus den Vorjahren nachgetragen.

Die Vergleiche über die Jahre bieten eine Menge Informationen zu fundamentalen Entwicklungen, die erst aus dieser Perspektive in ihrer gesamten Relevanz erkennbar werden. So werden etwa die Auswirkungen der Digitalisierung der Kinos in ihren Auswirkungen auf Verleihfirmen deutlich, noch stärker aber die Veränderungen im Nutzungsverhalten der Verbraucher*innen im Gefolge technischer Revolutionen auf die Entwicklung der Videotheken.

In Summe ist die Filmwirtschaft eine relativ kleine, aber aufgrund der sich verändernden Rahmenbedingungen auch sehr dynamische Branche. Im Vergleich zu den Erlösen und Erträgen im Umfang von insgesamt 803,2 Mrd. Euro (Produktion und Dienstleistungen ohne öffentliche Verwaltung, Erziehung und Unterricht, Sozialwesen und Kunst bzw. Unterhaltung und Erholung) bedeuten die 1.408 Mio. Euro 0,18% der Erlöse und Erträge. (Achtung: Seit 2016 werden nicht mehr Umsatzerlöse, sondern Erlöse und Erträge berichtet!) Was die Anzahl der Unternehmen betrifft (2.394 von insgesamt 338.948 Unternehmen im Bereich Produktion und Dienstleistungen), erreicht die Branche allerdings 0,70% und bei den Beschäftigten (7.947 von 2.966.466) sind es 0,27%. Die Filmwirtschaft bleibt damit eine pro Unternehmen vergleichsweise beschäftigungsschwache, vor allem aber umsatzschwache Branche.
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Es ist zu beachten, dass sich die Angaben zum Kapitel Filmwirtschaft zum größten Teil auf die jüngst verfügbaren Daten der Leistungs- und Strukturstatistik von Statistik Austria aus dem Jahr 2017 beziehen. Die Angaben liegen daher gegenüber den anderen Daten in diesem Bericht um ein Jahr zurück.

Wo auf Ebene eines Bereiches (Filmverleih sowie Kinos) Statistik Austria wegen kleiner Fallzahlen keine Werte ausweist, wurden die fehlenden Werte auf dieser Ebene geschätzt. In den Subgruppen (etwa in der Aufteilung nach Unternehmensklassen) wurde auf Schätzungen verzichtet.

Unternehmen werden von Statistik Austria einem Wirtschaftszweig zugeordnet. Auf nationaler Ebene wird seit 2008 die ÖNACE 2008 angewandt. Diese Aktivitätsklassifikation untergliedert die europäische NACE („Nomenclature européenne des activités économiques“) mittels Unterklassen noch detaillierter, sodass auch österreichische Spezifika berücksichtigt werden können. Diese Aktivitätsklassifikation erfasst die wirtschaftlichen Tätigkeiten von Unternehmen und dient statistischen Zwecken.
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Quelle: Statistik Austria, Leistungs- und Strukturstatistik 2017, eigene Berechnungen
 
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Quelle: Statistik Austria, Leistungs- und Strukturstatistik 2017, eigene Berechnungen
 
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Innerhalb der Filmwirtschaft ist der Bereich „Kino- und TV-Film" mit 77,0% der Unternehmen (und damit weiterhin steigenden Anteilen), 72,5% der Erlöse und Erträge (wie auch schon 2016 statt den Umsatzerlösen) und nach laufenden Steigerungen mit bereits 60,8% der Beschäftigten der mit Abstand bedeutendste Bereich. Diese besondere Rolle der Unternehmen aus dem Bereich der Film- und Fernsehproduktion wird auch durch die nun weitgehend stabile Führungsrolle (nach Jahren kontinuierlich wachsender Anteile an den Branchenwerten) neuerlich bestätigt. Mit vergleichsweise wenigen (wie im Vorjahr sind es 92) Kinounternehmen (diese entsprechen rund 3,8% der Unternehmen in der Gesamtbranche), erwirtschaften die Kinos allerdings 14,0% der Erlöse und Erträge des gesamten Sektors und beschäftigen rund 23,2% aller Erwerbstätigen. Der Filmverleih als nach Erlösen und Erträgen betrachteter dritter wesentlicher Player erzielt mit 2,2% der Unternehmen 5,4% der Erlöse und Erträge und beschäftigt 2,1% aller Branchenmitarbeiter*innen.

Die Branche wird traditionell durch kleine Unternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten dominiert. 95,0% aller Unternehmen weisen höchstens neun Beschäftigte auf. Da die Produktionsfirmen der mit Abstand wichtigste Bereich innerhalb der Branche sind (und bei den kleineren Segmenten die Subgruppen aufgrund der Geheimhaltungsvorschriften in vielen Fällen nicht ausgewiesen werden dürfen) wird die relative Bedeutung der größeren Unternehmen anhand dieses Beispiels dargestellt. Weniger als 4% aller Produktionsunternehmen (das sind 64 Firmen) weisen zehn oder mehr Mitarbeiter*innen auf. 38 Unternehmen davon haben zehn bis 19 Mitarbeiter*innen, 19 weisen 20 bis 49 Mitarbeiter*innen auf und letztlich haben sieben Unternehmen 50 bis 249 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt. Diese knapp 4% der Firmen mit zehn oder mehr Mitarbeiter*innen erzielen allerdings 74,8% der Erlöse und Erträge aller Produktionsfirmen aus dem Film- und Fernsehbereich und beschäftigen 41,3% aller Mitarbeiter*innen.

Während die Produktionsunternehmen (Kino- und TV-Film) mit weniger als zehn Beschäftigten im Schnitt rund 90.600 Euro (im Jahr zuvor waren es 90.000 Euro) pro Mitarbeiter*in erwirtschaften, sind es bei den größeren Unternehmen rund 383.000 (zuletzt 2016 waren es allerdings doch deutlich höhere 423.000) Euro. Der Vorsprung der größeren Produktionsfirmen schrumpft also aktuell. Die Unterschiede zwischen den pro Mitarbeiter*in erwirtschafteten Erlöse und Erträgen in größeren und kleineren Unternehmen betragen beim Werbefilm rund 80.000 Euro (und damit weniger als zuletzt) und beim Wirtschaftsfilm 324.000 Euro. Im Kino sind die Unterschiede der Erlöse und Erträge zwischen den großen Kinobetreibern mehr als zehn Mitarbeiter*innen und den kleineren Kinos besonders auffällig. Bei den größeren Betrieben ist dieser Wert mit 112.200 Euro doppelt so hoch wie bei den kleineren mit 60.100 Euro (eigene Berechnungen bzw. Schätzungen).

Im Längsschnitt seit 2015 zeigt sich die Entwicklung bei der Zahl der Unternehmen in der Branche uneinheitlich. Nach Jahren der Stagnation steigt die Anzahl der Produktionsunternehmen im Segment Kino- und TV-Film als einziger Bereich mit plus 10,2% deutlich. Die Zahl der Kinobetriebe, der Filmverleiher, der Wirtschaftsfilmer und tendenziell der Werbefilmer bleibt von 2016 auf 2017 konstant, die Nachbearbeitung (minus 5,3%) und vor allem Videotheken (minus 23,2%) verlieren deutlich. Die Gesamtzahl der Unternehmen hat nach einem zuletzt konstatierten leichten Rückgang wieder zugelegt und erreicht mit 2.394 Einheiten einen neuen Spitzenwert.
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Quelle: Statistik Austria, Leistungs- und Strukturstatistik 2017, eigene Berechnungen
 
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2017 war die Branche wie auch in den letzten Jahren durch deutlich widersprüchliche Entwicklungen gekennzeichnet. Auf Grundlage der neuen Daten (Erträge und Erlöse), die hier auch für die Jahre vor 2016 nachgetragen wurden, ergibt sich für alle Bereiche außer dem Werbefilm ein Minus.

Neben den bereits obligaten Umsatzrückgängen der Videotheken sind aktuell vor allem der Wirtschaftsfilm, die Filmverleiher und etwas weniger deutlich die Nachbearbeitung von Rückgängen betroffen. Da auch die Produktion ein Minus im Jahresvergleich aufweist, erzielt die Gesamtbranche aber ein Minus der Erlöse und Erträge von insgesamt 4,5%.

Bei den Produktionsunternehmen (Kino- und TV-Film), die nach einem Rückgang von 5,6% nominell immerhin die Werte von 2015 noch übertreffen können, ist es mit 1.021 Mio. an Erlösen und Erträgen klar der Löwenanteil des Branchenumsatzes (72,5% von rund 1.408 Mio. Euro Gesamtumsatz des Sektors). Im Vergleich dazu sind die Förderungen der öffentlichen Hand von 53 Mio. Euro im Jahr 2016 auf 54,7 Mio. ausbezahlte Herstellungsförderungen im Jahr 2017 gestiegen. Für das Jahr 2017 macht die Herstellungsförderung also lediglich 5,4% der Erlöse und Erträge der Produktionsunternehmen im Film- und TV-Bereich aus.

Seit mehreren Jahren wird die Gesamtentwicklung des Bereichs der Produktion von Kino- und Fernsehfilm durch die Zahlen eines einzelnen Bundeslandes, nämlich Salzburg, geprägt. Dieses Bundesland hatte in der Vergangenheit kaum Einfluss auf die Gesamtbranche, seit den Aktivitäten von Red Bull bzw. Servus TV hat sich das deutlich geändert. Das Wachstum der Branche seit 2011 ist im Wesentlichen durch die Werte aus Salzburg definiert. Zwischen 2011 und 2017 sind im Bundesland Salzburg in der Produktion von Kino- und Fernsehfilm die Erlöse und Erträge um 3.240%, die Personalaufwendungen um 1.288% und die Bruttoinvestitionen um 13.233% gestiegen. Die Anzahl der Unternehmen aber ist lediglich um 32% gestiegen. Diese Werte haben die gesamtösterreichischen Zahlen beflügelt.

Von 2016 auf 2017 sind im Segment der Produktion von Kino- und Fernsehfilmen für Österreich die Erlöse und Erträge um 5,6% gesunken, die Zahl der Beschäftigten um 3,7% gestiegen und die Personalkosten um 0,9% gesunken. Das deutet auf eine strukturelle Veränderung der Salzburger Dynamik hin: In Salzburg sind im Vergleich zu 2016 die Erlöse und Erträge um 7,9% gesunken, aber die Anzahl der Beschäftigten (im Jahresschnitt, also in „harter Währung“) um 5,6% und die Lohnaufwendungen um 10,9% gestiegen.

Es ist also so, dass die gesamtösterreichischen Werte stagnieren bis sinken, wenn Salzburg nicht mehr im bisherigen Ausmaß die Lokomotive spielt, strukturelle Entwicklungen der österreichischen Gesamtsituation werden durch den Salzburger Sonderweg nicht mehr zugedeckt.

Der Werbefilm kann die Steigerung bei den Erlösen und Erträgen des Vorjahres eindrucksvoll bestätigen, der Wirtschaftsfilm verliert nach den starken Zuwächsen der letzten Jahre deutlich.

Der zweite große Umsatzbringer, die Kinos, stagnieren nach dem Rekordwachstum 2015 neuerlich auf vergleichsweise hohem Niveau (minus 0,2%). Erneut (und damit zum sechsten Mal in Folge) einen Umsatzverlust müssen die Verleihfirmen hinnehmen. Der Umsatzrückgang 2017 beträgt 6,3%. In absoluten Zahlen bedeutet das, dass die Verleihfirmen von ihren 108 Mio. Euro Erlösen im Jahr 2014 auf nunmehr 76 Mio. Euro im Jahr 2017 rund 32 Mio. Euro verloren haben. Die Digitalisierung der Kinos zeigt hier deutliche ökonomische Auswirkungen.

Die Videotheken setzen ihren Niedergang noch immer fort. So betrugen die Umsatzrückgänge 2014 knapp 12%, 2015 sogar 30%, 2016 auch noch 23% und 2017 waren es knapp 13%. Seit 2014 sind die Erlöse um mehr als die Hälfte zurückgegangen.
Die Kinos verstehen es seit einigen Jahren, ihre Umsatzentwicklung von der Anzahl der Kinobesuche weitgehend zu entkoppeln, nicht alleine von den Ticketerlösen leben zu müssen. 2017 sanken die Kinobesuche um 3,5%, die Kinos aber verlieren lediglich 0,2% an Erlösen.

Nach wie vor sind die Kinobetriebe für die Gesamtbranche atypisch, weil 3,8% der Betriebe 14% der Erlöse und Erträge erwirtschaften. Das schlägt sich natürlich auch in den Unternehmensgrößen nieder. Kinos sind der einzige Bereich der Branche, in dem die größeren Betriebe (Zehn und mehr Mitarbeiter*innen) mit 40% der Unternehmen einen nennenswerten Anteil erreichen. Die Kinos sind damit für 23% aller Jobs in der Branche verantwortlich.

Bei den Verleihfirmen entfallen auf (schrumpfende) 2,2% der Unternehmen 5,4 % der Erlöse und Erträge der Branche. Auch wenn die Erlöse und Erträge seit Jahren sinken: Die Anzahl der Beschäftigten sinkt noch schneller und damit sind die Verleihfirmen nach wie vor vergleichsweise umsatzstark, vor allem was die Erlöse und Erträge pro Mitarbeiter*in anlangt (mehr als der 2,5-fache Branchenschnitt).
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Quelle: Statistik Austria, Leistungs- und Strukturstatistik 2017, eigene Berechnungen
 
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Die Entwicklung der Erlöse und Erträge und die Beschäftigtenzahlen entwickeln sich im Bereich der Kino- und TV-Film Produktion seit einiger Zeit nicht mehr synchron. Auf der einen Seite steigen die Beschäftigtenzahlen um 3,7% (die Kosten für die Mitarbeiter*innen sinken um 0,9%), auf der anderen Seite sinken die Erlöse und Erträge in der Produktion von Kino- und TV-Filmen aber um 5,6%. Demgegenüber verlieren die Verleihfirmen 6,3% ihre Erlöse und reduzieren die Beschäftigten auf ähnlichem Niveau, die Personalkosten aber nur um 3,2%. In Summe gehen die Erlöse und Erträge der Branche um 4,5% zurück, die Beschäftigtenzahlen um 0,4%, die Personalkosten werden um 0,7% reduziert.

Die Bedeutung der Produktionsunternehmen als Arbeitgeber*in nimmt weiter zu: Produktionsfirmen (Kino- und TV-Film) beschäftigen mittlerweile bereits mehr als 60% aller Mitarbeiter*innen in der Branche. Noch eklatanter wird die Bedeutung der Produzent*innen bei der Analyse der Löhne und Honorare. Nicht weniger als 70,2% der Personalaufwendungen werden von den Produktionsfirmen (Kino- und TV-Film) geleistet, die damit überdurchschnittliche Löhne zahlen, da ja rund 60,8% aller Beschäftigten auf dieses Segment entfallen. Umgekehrt zahlen Kinos und Videotheken deutlich unter dem Branchenschnitt. 23,2% der Beschäftigten arbeiten in Kinos und stehen für 14% des Personalaufwands; bei den Videotheken kosten 2,3% der Beschäftigten nur 0,7% der Personalaufwendungen.
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Quelle: Statistik Austria, Leistungs- und Strukturstatistik 2017, eigene Berechnungen
 
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Quelle: Statistik Austria, Leistungs- und Strukturstatistik 2017, eigene Berechnungen
 
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nach oben| Gewerbeberechtigungen
Der Fachverband der Film- und Musikwirtschaft erhebt jährlich Strukturdaten auf Basis der Gewerbeberechtigungen im eigenen Wirkungsbereich. Dabei unterscheidet der Fachverband zwischen Ein-Personen-Unternehmen (EPUs) und Unternehmen, die Mitarbeiter*innen beschäftigen. Während Statistik Austria nach dem unternehmerischen Schwerpunkt - unabhängig von den (oft mehrere Bereiche abdeckenden) Gewerbeberechtigungen erhebt und die einzelnen wirtschaftlichen Einheiten dem tatsächlichen (von den Unternehmen genannten) Schwerpunkt der Tätigkeit - vollständig mit allen Erlösen und Erträgen - zuordnet, erfasst der Fachverband ausschließlich die einschlägigen Gewerbeberechtigungen. Im konkreten Fall sind allerdings Film und Musik zusammengefasst.

2018 waren es für den Bereich Film und Musik 5.127 Gewerbeberechtigungen, ein Plus von 237 gegenüber 2017. Dabei stellen 3.869 Ein-Personen-Unternehmen mit 75% eine dominierende Größe dar. Darüber hinaus sind in der Gesamtzahl der Gewerbeberechtigungen 1.012 ruhende Berechtigungen enthalten. In Summe sind es also lediglich 246 Gewerbeberechtigungen (und damit Unternehmen), die Mitarbeiter*innen beschäftigen. Das entspricht weniger als 5%.
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Quelle: Fachverband der Film- und Musikwirtschaft
 
nach oben| Produktionswert fertiggestellter Filme
Der Fachverband der Film- und Musikwirtschaft erhebt und publiziert traditionell den Produktionswert fertiggestellter Filme. Gemessen wird dabei der österreichische Anteil an den Gesamtherstellungskosten aller im beobachteten Jahr fertig gestellten Filme. Diese Werte sind periodenübergreifend, da der Zeitpunkt der Fertigstellung gezählt wird. Mit anderen Angaben, die im Filmwirtschaftsbericht veröffentlicht werden und die sich ausschließlich auf Kalenderjahre beziehen, ist dieser Wert nicht zu vergleichen.

Der Produktionswert der 2018 fertig gestellten Filme erreicht 289,5 Mio. Euro. Auf Kinofilme entfallen davon 13,7%, auf Fernsehfilme (inkl. Teamvermietungen) 77%. Werbefilme, Wirtschafts- und Imagefilme sowie alle anderen Produktionsbereiche erreichen knapp 10%.
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