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Weltweit haben in den letzten Jahren digitale Verleihformen (in erster Linie SVOD) den Markt neu aufgeteilt. 2015 hat in Österreich die Anzahl der Nutzer*innen von VOD erstmals die Millionengrenze überschritten, 2018 sind es schon 2,5 Millionen. Laut den jüngsten Prognosen sollen es bis 2023 schon fast 2,9 Millionen Nutzer*innen für VOD sein. Im Vergleich dazu sind es 2018 rund 3,3 Millionen Österreicher*innen gewesen, die ins Kino gegangen sind.
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Prognose zu Nutzer*innenzahlen von digitalen Medien nach Segmenten in Österreich für die Jahre 2017 bis 2023 (in Millionen)
Quelle: Digital Market Outlook, Statista, Juli 2018
 
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Unter dem Radar der lauten Diskussion um die Rolle von Netflix kann Amazon Prime seine dominierende Rolle als Abo-Anbieter in Österreich ausbauen. In der Gesamtbetrachtung aber dominiert mit großem Abstand der Gratisanbieter YouTube die Streamingnutzung.

Der kostenfreie Zutritt ist auch bei den Mediatheken der TV-Anbieter gegeben. So ergänzen die Anbieter von linearem Fernsehen ihr Angebot non-linear. Und die Österreicher*innen schätzen dieses Angebot sichtlich. Die Mediathek des ORF wird zuletzt von 43,5% der Österreicher*innen genutzt, das ist noch immer eine deutlich höhere Zahl an Nutzer*innen als etwa Amazon Prime oder Netflix aufweisen können. Und die deutlich steigenden Nutzer*innenzahlen belegen, dass dieser Vorsprung vermutlich noch eine Zeit halten wird.
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Entwicklung der Nutzung ausgewählter Online-Video-Plattformen in Österreich
Quelle: Bewegtbildstudie GfK Entertainment GmbH für Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH und Arbeitsgemeinschaft TELETEST (AGTT)
 
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Entwicklung der Nutzung ausgewählter Online-Video-Plattformen in Österreich
Quelle: Bewegtbildstudie GfK Entertainment GmbH für Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH und Arbeitsgemeinschaft TELETEST (AGTT)
 
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Das dynamischste Wachstum dürfte nach Expertenschätzungen etwa bis 2017 stattgefunden haben, ab dann wurde der Anstieg etwas weniger steil. Während für EST kaum noch Wachstum zu erwarten ist, hat TVOD noch fast 100% Wachstumsphantasie (allerdings auf vergleichsweise niedrigem Niveau). Der Markttreiber aber wird weiterhin SVOD sein, das von 2017 bis 2023 in Österreich demnach noch um fast 50% zulegen dürfte. Gerade angesichts der jüngsten Entwicklungen im Markt aber sind derartige Prognosen wenig verlässlich. Netflix und andere etablierte Anbieter investieren in Software, statt wie bisher vor allem Inhalte anderer Hersteller zu vertreiben. Da aber diese Rechteinhaber zunehmend selbst als Anbieter in den Streamingmarkt drängen (vor allem Disney und Warner) sind weder die künftigen Marktanteile, noch weniger aber die Umsätze prognostizierbar. Letzte Informationen gehen von hohen Abogebühren der neuen Anbieter aus dem Filmbereich aus, andere neue Anbieter dürften aber eher Preisargumente verfolgen.
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Prognose zum VOD Umsatz nach Segmenten in Österreich für die Jahre 2017 bis 2023 (in Millionen Euro)
Quelle: Digital Market Outlook, Statista, Juli 2018