nach oben| Waren- und Dienstleistungseinkäufe
Der Einkauf von Waren und Dienstleistungen zeigt seit 2012 extrem auffällige Entwicklungen: Sprunghaften Zahlen in manchen Bereichen steht eine exorbitante Steigerung bei den Kino- und TV-Filmproduzent*innen gegenüber. Von 2012 auf 2013 stiegen die Ausgaben für Vorleistungen der Kino- und TV-Filmproduzent*innen um 19%, von 2013 auf 2014 um 9%, von 2014 auf 2015 um 7% und zuletzt von 2015 auf 2016 um 14,6%. Waren es 2012 Einkäufe in der Höhe von 481 Mio. Euro, so sind es 2016 bereits 784 Mio. Euro.

Dieses erstaunliche Phänomen lässt sich wieder auf die Entwicklungen eines Bundeslandes zurückführen. In Salzburg sind es 5,9% aller Produktionsunternehmen, die 27,4% aller unselbständig Beschäftigten aufweisen, 34,4% der österreichischen Lohnsumme aufwenden, 39,7% des bundesweiten Produktionswertes erreichen, 63,4% der Vorleistungen einkaufen und 76,1% aller Investitionen verantworten.

Die Investitionen der Salzburger Produktionsunternehmen stiegen während des Zeitraumes 2011 bis 2016 von 0,3 Mio. Euro auf 32,4 Mio. Euro. Das entspricht dem 110-fachen Aufwand im Abstand von fünf Jahren.
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Quelle: Statistik Austria, Leistungs- und Strukturstatistik 2016, eigene Berechnungen
 
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nach oben| Bruttoinvestitionen
Die Salzburger Werte schlagen bei den Bruttoinvestitionen, dem verlässlichen Indikator der Branchenentwicklung, im vierten Jahr dieser Entwicklung erneut deutlich auf die Gesamtwerte der Branche durch. Die Salzburger Betriebe haben innerhalb der Kino- und TV-Filmproduzent*innen nun deutlich weniger investiert (minus 17,5% gegenüber 2015), die österreichweiten Investitionen sinken damit um 14,1%. Angesichts der gesunkenen Investitionen der Verleihfirmen (minus 17,4% im Jahresabstand) und der nicht unerwarteten Reduktion der Investitionen der Videotheken bleiben die Kinos und der Wirtschaftsfilm, die ihre Zukunftskraft stärker ausbauen. In Summe aber bedeutet das einen Rückgang der Investitionen um 8,2% im Jahresabstand.

Damit ist aber auch die nahezu eindimensionale Abhängigkeit der Investitionen von den Kino- und TV-Filmproduzent*innen weiter reduziert worden (aktuell 69,7% nach 74,5% im Jahr 2015 und sogar mehr als 80% aller Investitionen durch diese Produzent*innen in den Jahren unmittelbar davor) und die Kinos übernehmen mit 23% eine zunehmend wichtige Rolle. Auffallend ist aber, dass alle anderen Bereiche de facto nicht mehr investieren (können).
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Quelle: Statistik Austria, Leistungs- und Strukturstatistik 2016, eigene Berechnungen
 
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nach oben| Bruttowertschöpfung
Die Bruttowertschöpfung, also die finanzielle Leistungskraft der Unternehmen (Umsatzerlöse minus Vorleistungen plus Subventionen minus Steuern minus Abgaben) hält das im Jahr 2013 erreichte hohe Niveau weitgehend, verliert im Jahresvergleich mit minus 0,8% geringfügig.

Vor allem die zuletzt leidenden Produktionsfirmen von Werbe- und Wirtschaftsfilmen konnten ihre Ertragskraft mit 38,2% bzw. 33,1% steigern, die Kino- und TV-Filmproduzent*innen verloren 2,7% an Bruttowertschöpfung.
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Quelle: Statistik Austria, Leistungs- und Strukturstatistik 2016, eigene Berechnungen
 
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