nach oben| EURIMAGES
  • Aus dem Förderprogramm EURIMAGES wurden 2017 Förderungen in Höhe von 0,24 Mio. Euro nach Österreich zugesagt.
  • Drei Koproduktionen (ein Spielfilm und zwei Dokumentarfilme) erhielten insgesamt Mittel in Höhe von 0,6 Mio. Euro, 0,2 Mio. Euro wurden an österreichische Produktionen vergeben.

Der europäische Koproduktionsfonds EURIMAGES wurde 1988 als Teilabkommen des Europarates mit Sitz in Straßburg gegründet, um Kinofilme mit einer Mindestlänge von 70 Minuten, die als Koproduktionen zwischen mindestens zwei Mitgliedsländern produziert werden, zu unterstützen. Als rechtliche Basis dient das "Europäische Übereinkommen über die Gemeinschaftsproduktion von Kinofilmen" ("Multilaterale Konvention" vom 2. Oktober 1992) bzw. zwischenstaatliche Filmabkommen.

Das Ziel ist die Förderung der europäischen Filmwirtschaft unter Respektierung der kulturellen Vielfalt der Mitgliedsländer, eine Stärkung der Zusammenarbeit sowie die Erleichterung des Zugangs zu nicht-nationalen Märkten. Jedes Mitgliedsland des Europarates kann an diesem Programm teilnehmen, sofern es gewisse filmpolitische Kriterien erfüllt, seit Anfang 2017 auch außereuropäische Länder, wenn die Zusammenarbeit von Interesse ist.

Der Mitgliedsbeitrag der einzelnen Mitgliedsländer wird seit 2011 auf Basis des Brutto-Inlands-Produkts unter Berücksichtigung der Bevölkerungszahl und der pro Land und Jahr produzierten Koproduktionen errechnet. Auch das Förderungsresultat eines Landes bei EURIMAGES wird dabei berücksichtigt. Der Mitgliedsbeitrag Österreichs wird aus Mitteln des Filminstituts beglichen.
nach oben| Österreichische Beiträge 2014-2017
 
 
nach oben| Förderungen für österreichische/ausländische Koproduktionen
 
 
nach oben| Mitgliedsländer
Die Mitgliedsländer sind: Albanien, Armenien, Belgien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Georgien, Griechenland, Irland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Mazedonien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Russland, Schweden, Schweiz, Serbien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Türkei, Ungarn und Zypern.
Stand Dezember 2017
Im März 2017 wurde Kanada als assoziiertes Mitglied aufgenommen.

nach oben| Entscheidungsgremium
Das Entscheidungsgremium von EURIMAGES ist das Direktionskomitee, mit der Abwicklung ist das im Europarat in Straßburg ansässige Sekretariat betraut. Die Projektbetreuung erfolgt durch eine Landesvertreter*in, die vom Österreichischen Filminstitut bestellt wird, die politische Vertretung im Komitee wird durch das Bundeskanzleramt - Kunst und Kultur wahrgenommen.
nach oben| Koproduktionen
EURIMAGES fördert die Herstellung von Kinofilmen, die als mindestens zweiseitige Koproduktionen zwischen den EURIMAGES Mitgliedsländern produziert werden. Die Auswahl der Projekte erfolgt durch die Landesvertreter*innen. Die Projekte werden in ihrer Gesamtheit und nach ihrem Anspruch beurteilt. Die Konstellation der Koproduktion spielt eine untergeordnete Rolle.

2017 gab es vier Einreichungen mit österreichischer Beteiligung. Eine majoritäre und zwei minoritäre Koproduktionen erhielten Förderungszusagen in Höhe von 0,6 Mio. Euro. Die Forderungshöhe für die österreichischen Produzent*innen beträgt über 240.000 Euro. Die Zusagen der österreichischen Förderstellen an den angeführten Projekten liegen bei knapp über 1,3 Mio. Euro.
nach oben| Einreichungen und Zusagen 2014-2017 Lade Tabelle
 
nach oben| Koproduktionen 2017 Lade Tabelle
1/ laut Antragstellung bei EURIMAGES
D/ Dokumentarfilm
Quelle: EURIMAGES, Filminstitut
 
nach oben| Co-Production Development Award
Um die Zusammenarbeit an Projekten bereits im Stadium der Entwicklung zu fördern, verleiht EURIMAGES den Co-Production Development Award im Rahmen der Koproduktionsmärkte auf den Festivals von Rotterdam, Berlin, Sarajevo, Rom, Amsterdam und Kopenhagen.
Details unter: https://www.coe.int/en/web/eurimages/developmentawards
nach oben| Distribution and Exhibition
Neben der Herstellung unterstützt EURIMAGES auch den Verleih von europäischen Kinofilmen - eine Ergänzung zum MEDIA Programm der Europäischen Union für Länder ohne Zugang zum MEDIA Programm (Armenien, Georgien, Kanada, Russland und der Schweiz).
nach oben| Gender
Zum Thema Gender Equality werden von EURIMAGES Daten erhoben, analysiert und veröffentlicht.
Um dem Ergebnis der erhobenen Daten und dem Grundsatz des Europarates zur Gleichbehandlung von Frauen und Männern Rechnung zu tragen, wurde die "Strategy for gender equality in the European film industry 2018-2020" verabschiedet, deren Ziel "Aiming for 50/50 by 2020" lautet und die zahlreiche Maßnahmen zur Unterstützung und Förderung weiblicher Filmschaffender beinhaltet.
Details unter: https://www.coe.int/en/web/eurimages/gender-equality