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Der Einkauf von Waren und Dienstleistungen zeigt seit 2012 extrem auffällige Entwicklungen: Sprunghaften Zahlen in manchen Bereichen steht eine exorbitante Steigerung bei den Kino- und TV-Filmproduzent*innen gegenüber. Von 2012 auf 2013 stiegen die Ausgaben für Vorleistungen der Kino- und TV-Filmproduzent*innen um 19,0%, von 2013 auf 2014 um 9,0% und von 2014 auf 2015 neuerlich um 9,8%. Waren es 2012 Einkäufe in der Höhe von 481 Mio. Euro, so sind es 2015 bereits 684 Mio. Euro.

Dieses erstaunliche Phänomen lässt sich wieder auf die Entwicklungen eines Bundeslandes zurückführen. In Salzburg sind es 6,0% aller Produktionsunternehmen, die 21,4% aller Beschäftigten aufweisen, 37,7% der österreichischen Lohnsumme aufwenden, 54,8% des bundesweiten Produktionswertes erreichen, 59,4% der Vorleistungen einkaufen und 79,3% aller Investitionen verantworten.
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Quelle: Statistik Austria, Leistungs- und Strukturstatistik 2015, eigene Berechnungen
 
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Die Salzburger Werte schlagen bei den Bruttoinvestitionen, dem verlässlichen Indikator der Branchenentwicklung, im vierten Jahr dieser Entwicklung nicht mehr so deutlich auf die Gesamtwerte der Branche durch. Obwohl die Salzburger Betriebe innerhalb der Kino- und TV-Filmproduzent*innen wieder mehr Geld investieren (plus 6% gegenüber 2014), sinken die österreichweiten Investitionen um 4,2%. Angesichts der gesunkenen Investitionen der Verleihfirmen (minus 26,8% im Jahresabstand) und der nicht unerwarteten Reduktion der Investitionen der Videotheken sind es in erster Linie die steigenden Ausgaben der Kinos, die in Summe eine Steigerung der Investitionen um 3,9% ermöglichen.

Damit ist aber auch die nahezu eindimensionale Abhängigkeit der Investitionen von den Kino- und TV-Filmproduzent*innen reduziert worden (74,5% nach zuletzt mehr als 80% aller Investitionen durch diese Produzent*innen) und die Kinos übernehmen mit etwas weniger als 20% eine wichtigere Rolle. Auffallend ist aber, dass alle anderen Bereiche de facto nicht mehr investieren (können).
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Quelle: Statistik Austria, Leistungs- und Strukturstatistik 2015, eigene Berechnungen
 
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Quelle: Statistik Austria, Leistungs- und Strukturstatistik 2015, eigene Berechnungen
 
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Die Bruttowertschöpfung, also die finanzielle Leistungskraft der Unternehmen (Umsatzerlöse minus Vorleistungen plus Subventionen minus Steuern minus Abgaben) hält das im Jahr 2012 erreichte hohe Niveau weitgehend, kann im Jahresvergleich sogar deutlich zulegen. Verglichen mit dem Jahr 2014 hat die Branche bei diesem Wert 8,0% gewonnen.

Vor allem die Kinos konnten ihre Ertragskraft mit 17,4% deutlich steigern, die Kino- und TV-Filmproduzent*innen erhöhen die Bruttowertschöpfung um 8,7%. Da diese beiden größten Segmente sehr gut performen, spielen die teilweise deutlich sinkenden Werte der Bruttowertschöpfung in den übrigen Segmenten (Nachbearbeitung: minus 33%, Videotheken: minus 34%) keine entscheidende Rolle bei der Entwicklung der Gesamtbranche.