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Der Förderbereich mit dem größten Volumen ist nach wie vor die Verleihförderung. In der automatischen Verleihförderung (Distribution Automatic) generieren Verleihunternehmen aus den Besuchszahlen des Vorjahres Mittel, die in neue europäische, nicht-nationale Filme investiert werden müssen. Sie können für Koproduktion, Mindestgarantien oder Kinostartkosten (Marketing, PR, Kopiekosten, Untertitelung, Synchronisation) verwendet werden. 59% der eingereichten Projekte betreffen eine Investition in die Kinostartkosten, 40% der Antragsteller*innen investieren die Förderung in Form von Minimumgarantien in neue europäische Projekte. Acht österreichischen Verleihunternehmen standen 2016 1,2 Mio. Euro zur Investition zur Verfügung.

Die selektive Verleihförderung (Distribution Selective) stellt Unterstützung für Zusammenschlüsse von sieben oder mehr europäischen Verleihunternehmen zur Verfügung, um Synergien bei den Kinostartkosten auszuschöpfen. Marketing- und Promotionmaßnahmen werden ebenso gefördert wie Untertitelung, Synchronisierung und Audiobeschreibung. Das soll die Zusammenarbeit der europäischen Player vorantreiben, um deren Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und die Sichtbarkeit europäischer Filme zu erhöhen. Die Förderung wird in Pauschalsummen ausgezahlt, die sich unter anderem nach der Anzahl der bespielten Leinwände richten. Kinderspielfilme werden in der Bewertung bevorzugt behandelt.

Europaweit wurden 2016 im Rahmen der selektiven Verleihförderung 9,3 Mio. Euro für Investitionen in 23 Filme aus elf Ländern zugesagt. Der österreichische Kinostart von 17 europäischen Filmen aus neun Ländern wurde mit der selektiven Verleihförderung unterstützt.
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Quelle: Creative Europe Desk MEDIA
 
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Quelle: Creative Europe Desk MEDIA