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Die Daten zum Kapitel „Förderungen + Finanzierungen“ basieren auf den Angaben der österreichischen Förderstellen. Nach einer Prüfung der Förderstellen durch den Rechnungshof und dessen Empfehlungen konzentriert sich das Österreichische Filminstitut auf die Auszahlungen, also jene Beträge, die tatsächlich im Berichtsjahr ausbezahlt wurden.

Die Förderungszusagen (im Gegensatz zu den Auszahlungen) werden von einigen Institutionen in den jeweiligen Jahres- bzw. Tätigkeitsberichten veröffentlicht, sie beinhalten die für die Branche wesentlichen Informationen für künftige Projekte und Entwicklungen und lassen gleichzeitig die Förderstrategien der einzelnen Förderstellen erkennen.

Die Förderauszahlungen sind nicht unbedingt mit den Förderzusagen identisch. Nach Entscheidung durch ein Auswahlgremium gehen die Institutionen die Verbindlichkeit ein, für ein bestimmtes Projekt die finanziellen Mittel zu binden. Erst mit Vertragsabschluss kommt es zur Auszahlung einer Rate. Der Förderbetrag wird in Folge entsprechend dem Projektverlauf in mehreren Raten ausbezahlt.

Die Auszahlungen umfassen sowohl die für Projekte bereitgestellten Mittel als auch die Ausgaben für Tätigkeiten zum Nutzen der Filmbranche und die anteiligen österreichischen Kosten an den europäischen Förderprogrammen Creative Europe Austria-MEDIA und EURIMAGES.
Die einzelnen Förderstellen wurden nach unterschiedlichen Kriterien und mit unterschiedlichen Zielsetzungen eingerichtet und üben ihre Tätigkeit auf Grundlage unterschiedlicher Gesetze, Richtlinien u.ä. aus. Eine einheitliche Kategorisierung der Förderbereiche wird dadurch deutlich erschwert. Die Einteilung der Förderbereiche im Filmwirtschaftsbericht erfolgt nach den - in vergleichbaren internationalen Berichten - als Kernbereiche definierten Kategorien: Stoff- und Projektentwicklung, Herstellung und Verwertung (berücksichtigt sind dabei zum überwiegenden Teil Kinostarts und Festivalteilnahmen einzelner Filme). Durch die zunehmende Heterogenität der Auswertung von Filmen und die damit verbundenen veränderten Schwerpunkte der Fördertätigkeit, werden seit 2012 die früher unter „Sonstige Förderbereiche“ erfassten Tätigkeiten unter „Institutionen und Infrastruktur“ weiter aufgegliedert. So können z.B. auch die Förderungen von Kinos und Festivals detailliert dargestellt werden.

Die Verteilung der Mittel auf die Förderbereiche entspricht den Anträgen und den Entscheidungen der Auswahlgremien und die Auszahlungen erfolgen nach Projektfortschritt. 2014 wurden von den 19 Förderstellen Auszahlungen in Höhe von 77,2 Mio. Euro gemeldet. Das entspricht einem Minus der ausgezahlten Mittel von 0,3% gegenüber dem Jahr 2013 (77,5 Mio. Euro).

75,7% aller Förderausgaben des Jahres 2014 beziehen sich auf die Herstellung, an zweiter Stelle stehen Institutionen und Infrastruktur mit 17,5%. Im Vergleich dazu entfallen auf Verwertung (3,5%) und vor allem auf die Vorbereitung eines Projekts (Stoff- und Projektentwicklung: 2,5%) nur sehr geringe Anteile. Auffallend sind in diesem Zusammenhang auch die unterschiedlichen Schwerpunkte der Förderstellen. Während die Herstellung in allen Förderstellen eine Rolle spielt, sind es bei der Verwertung lediglich acht der 19 Einrichtungen und bei Projektentwicklung sieben Einrichtungen, sowie bei Stoffentwicklung sechs Förderstellen, die dafür Auszahlungen leisten.

Die prozentuelle Aufteilung der Ausgaben auf die nationalen und regionalen (subnationalen) Förderstellen ist seit Jahren nahezu gleich, etwas über zwei Drittel der Auszahlungen werden von den nationalen Förderstellen und etwa ein Drittel von den regionalen Förderstellen bestritten. Für 2014 entfallen auf nationale Förderstellen 53,6 Mio. Euro bzw. 69,4%, die Bundesländerförderungen nennen 23,7 Mio. Euro bzw. 30,6% an Auszahlungen. Es gibt allerdings einige Unterschiede in der Gewichtung der Ausgaben der Fördereinrichtungen. Während bei der Produktion 75,4% der Ausgaben von den nationalen Fonds getätigt werden und 24,6% von den regionalen Förderstellen, übernehmen die regionalen Fonds 59,8% der Summen für „Institutionen und Infrastruktur“. Die regionale Bedeutung der Festivals spiegelt sich auch in den Zahlungen wider, wo 75,2% der Auszahlungen die Bundesländer übernehmen.

Der mit Abstand größte regionale Förderer ist das Bundesland Wien mit knapp 19% der Gesamtauszahlungen. Filmfonds Wien und die Kulturabteilung der Stadt Wien tätigten zusammen rund 61% der Auszahlungsbeträge der regionalen Förderstellen. Niederösterreich folgt auf Rang zwei.

Um eine vollständige Darstellung der Förderungen erstellen zu können, wäre eine homogene Erfassung der Förderbereiche notwendig. Der vorliegende Bericht bzw. das Filminstitut als Verantwortliche für den Filmwirtschaftsbericht ist daher bei diesen Details auf die Angaben der einzelnen Förderstellen angewiesen. Diese Angaben können daher auch nicht verifiziert werden.
Für einige Förderstellen ist eine komprimierte Zusammenstellung der Zusagen veröffentlicht.
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Quelle: Institutionen
 
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Quelle: Institutionen
 
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