nach oben| Unternehmen, Umsätze und Beschäftigte
Der Filmwirtschaftsbericht hat die Aufgabe, die Gesamtheit des Filmschaffens in Österreich als Teil der audiovisuellen Industrie darzustellen. Ein Kernelement dabei sind die wirtschaftlichen Eckdaten der Branche. Mit dem Filmwirtschaftsbericht 2015, facts + figures 14 werden die Daten zum Thema Filmwirtschaft im sechsten Jahr auf Basis der Leistungs- und Strukturstatistik der Statistik Austria dargestellt. Durch diese Zeitreihe kann eine Datenqualität in der Darstellung der Entwicklungen erreicht werden, die tatsächliche Veränderungen nachzeichnet und die wirtschaftliche Situation der Branche im Detail darstellt.

Diese Kontinuität ist für die letzten beiden Beobachtungsjahre 2012 und 2013 von besonderer Bedeutung: Für das Land Salzburg wurden ab 2012 im Vergleich zu Vorperioden unglaubliche Steigerungen der Umsätze, der Investitionen und der Erträge im Bereich der Herstellung von Kino- und TV-Film festgestellt. Ohne die verlässliche Qualität der Daten wären diese Veränderungen fragwürdig, so aber wissen wir, dass die Daten glaubwürdig sind und es kann daher vermutet werden, dass die hohen Anteile an Eigenproduktionen des in Salzburg beheimateten TV-Senders ServusTV nun eben auch so nachweisbar sind, die österreichischen Gesamtzahlen beeinflussen und Salzburg zum Gravitationszentrum der finanziellen Auswirkungen der Filmindustrie machen. „Die Leistungs- und Strukturstatistik der Statistik Austria erlaubt wichtige Aussagen über die Struktur, Tätigkeit, Beschäftigung, Investitionstätigkeit und Leistung der Unternehmen auf nationaler und regionaler Ebene in der Gliederung nach Wirtschaftsbereichen entsprechend der ÖNACE. Diese Statistik wird in Form einer sogenannten Konzentrationsstichprobe (Vollerhebung mit variablen Abschneidegrenzen unter Berücksichtigung eines Deckungsgrades) bei gleichzeitiger konsequenter Nutzung verfügbarer Verwaltungsquellen (Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, Finanzbehörden sowie ab 2008 auch Lohnzetteldaten) und von Synergien zwischen statistischen Erhebungen im Sinne des Bundesstatistikgesetzes 2000 erstellt. Alle Unternehmen unterhalb der gesetzlich vordefinierten Schwellenwerte (Abschneidegrenzen) werden mittels eines modellbasierten Ansatzes zur Datenergänzung mit Hilfe der verfügbaren Register- und Verwaltungsdaten auf Mikroebene berechnet.“ (Statistik Austria). Statistik Austria berücksichtigt nur jene Unternehmen, die nach eigenen Angaben im jeweiligen Bereich ihren Tätigkeitsschwerpunkt haben. Bei den kumulierten Umsätzen ist zu beachten, dass die Vorleistungen hier nicht abgezogen sind. Die dargestellten Werte entsprechen also weitgehend den Produktionswerten und nicht der Wertschöpfung. In den Umsätzen der Kinos sind so etwa Umsätze der Produktionsunternehmen oder der Verleihfirmen enthalten, und auch die Umsätze der Nachbearbeitung sind Vorleistungen, die bei den Produktionsunternehmen Ausgaben bedeuten.

Es ist zu beachten, dass sich die Angaben zur Filmwirtschaft auf die jüngst verfügbaren Daten der Leistungs- und Strukturstatistik aus 2013 beziehen. Die Angaben liegen daher gegenüber den anderen Daten in diesem Bericht um ein Jahr zurück.
Unternehmen werden von Statistik Austria einem Wirtschaftszweig zugeordnet. Auf nationaler Ebene wird seit 2008 die ÖNACE 2008 angewandt. Diese Aktivitätsklassifikation untergliedert die europäische NACE „Nomenclature européenne des activités économiques“ mittels Unterklassen noch detaillierter, sodass auch österreichische Spezifika berücksichtigt werden können. Diese Aktivitätsklassifikation erfasst die wirtschaftlichen Tätigkeiten von Unternehmen und dient statistischen Zwecken.


Seit sechs Jahren stellt Statistik Austria Daten zur Filmwirtschaft in einer zuvor nicht gekannten Qualität und Tiefe zur Verfügung. Auf Basis der Zeitreihe ab 2008 ist es möglich, auf der Grundlage der Leistungs- und Strukturstatistik einen Vergleich über mehrere Jahre anzustellen. Damit lassen sich die wesentlichen Parameter der Filmwirtschaft von der Anzahl der Unternehmen bis hin zum Investitionsverhalten, aber auch die Beschäftigungssituation detailliert in ihrer Entwicklung ablesen.
In Summe ist die Filmwirtschaft eine relativ kleine, aber durchaus dynamische Branche. Angesichts von Umsatzerlösen im Umfang von insgesamt 709,5 Mrd. Euro (Produktion und Dienstleistungen ohne öffentliche Verwaltung, Erziehung und Unterricht, Sozialwesen und Kunst bzw. Unterhaltung und Erholung) bedeuten die 916,5 Mio. Euro 0,13% der Gesamtumsätze. Was die Anzahl der Unternehmen betrifft, erreicht die Branche allerdings 0,71% und bei den Beschäftigten sind es 0,28%. Auf niedrigem Niveau gewinnt die Filmwirtschaft damit weiter leicht an relativer Bedeutung in der Gesamtwirtschaft, bleibt damit eine pro Unternehmen vergleichsweise beschäftigungsschwache, vor allem aber umsatzschwache Branche.
Von den Umsatzerlösen in der Höhe von 916,5 Mio. Euro stammen etwa 8% aus öffentlichen Mitteln. Die Gesamtsumme der Förderungen, die in die Produktion oder in hier erfasste Bereiche geflossen sind, beläuft sich für das Jahr 2013 auf 77,5 Mio. Euro. Innerhalb der Filmwirtschaft ist der Bereich „Kino- und TV-Film“ mit 72,2% der Unternehmen (und damit erneut steigenden Anteilen), 57% der Umsätze und mittlerweile 56,7% der Beschäftigten der mit Abstand bedeutendste Bereich. Diese besondere Rolle der Unternehmen aus dem Bereich der Film- und Fernsehproduktion wird auch durch die über die letzten Jahre kontinuierlich wachsenden Anteile an den Branchenwerten unterstrichen. Mit vergleichsweise wenigen Unternehmen (95 wirtschaftliche Einheiten entsprechen rund 4%) erwirtschaften die Kinos allerdings knapp 20% der Umsätze des gesamten Sektors und beschäftigen rund 24% aller Erwerbstätigen. Die Verleih- und Vertriebsunternehmen als dritter wesentlicher Player erzielen mit 3% der Unternehmen, 9,4% der Umsätze und beschäftigen 3% aller BranchenmitarbeiterInnen.
Die Branche wird dominiert durch kleine Unternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten. 94,5% aller Unternehmen weisen höchstens neun Beschäftigte auf. Da die Produktionsfirmen von Kino- und TV-Film der mit Abstand wichtigste Bereich innerhalb der Branche sind und da für die kleineren Segmente die Details der Geheimhaltung unterliegen, soll die relative Bedeutung der größeren Unternehmen zunächst anhand dieses Beispiels dargestellt werden. Gerade einmal 3,5% aller Produktionsunternehmen (das sind 59 Firmen) weisen mehr als zehn MitarbeiterInnen auf. 38 Unternehmen davon haben zehn bis 19 MitarbeiterInnen, 15 weisen 20 bis 49 MitarbeiterInnen auf und sechs Unternehmen haben mehr als 50 Beschäftigte im Jahresdurchschnitt. Diese 3,5% allerdings erzielen 55% (nach 51% im Jahr 2012) der Umsatzerlöse aller Produktionsfirmen und beschäftigen 40% aller MitarbeiterInnen. Die insgesamt wachsende Bedeutung der Produktionsfirmen wird seit mehreren Jahren in erster Linie durch die größeren Einheiten getragen. Während die Produktionsunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten im Schnitt rund 88.000 Euro (im Vorjahr waren es nur 58.000 Euro) pro MitarbeiterIn erwirtschaften, sind es bei den größeren Unternehmen über 161.000 Euro (2012 waren es etwa 175.000 Euro).
nach oben| Unternehmen, Umsätze und Beschäftigte Lade Tabelle
Quelle: Statistik Austria, Leistungs- und Strukturstatistik 2013
 
nach oben| Unternehmen nach Größenklassen Lade Tabelle
Quelle: Statistik Austria, Leistungs- und Strukturstatistik 2013
 
nach oben| Unternehmen
Im Längsschnitt seit 2010 zeigt sich die Entwicklung bei der Zahl der Unternehmen in der Branche sehr uneinheitlich. Während Produktion und Nachbearbeitung kontinuierliche Zuwächse zeigen, wird die Zahl der Kinos und vor allem Videotheken von Jahr zu Jahr geringer. Die Produktionsunternehmen im Bereich des Werbefilms haben sich erholt, die Firmen des Wirtschaftsfilms haben ihre Entwicklung zuletzt stabilisiert. Verleihunternehmen zeigen ein stetiges Auf und Ab, zuletzt aber doch auffällige Rückgänge. In Summe steigt die Anzahl der Unternehmen in der Branche um 2% an.
nach oben| Unternehmen Lade Tabelle
Quelle: Statistik Austria, Leistungs- und Strukturstatistik 2013
 
nach oben| Anzahl Unternehmen
 
 
nach oben| Unternehmen in %
 
 
nach oben| Umsatzerlöse
2013 war die Branche wie auch in den letzten Jahren zuvor durch eine auffallend uneinheitliche Entwicklung gekennzeichnet. In Summe ist ein erneuter Zuwachs der Umsatzzahlen von 5% zu konstatieren, der aber in erster Linie auf die deutlichen Gewinne der Produktionsfirmen zurückzuführen ist. Dieses dominierende Segment ist auch (wie neuerlich gezeigt wird) in nahezu allen Dimensionen 2013 besonders auffällig.

Beim Verleih und vor allem den Videotheken sind wie auch im Vorjahr erhebliche Umsatzeinbrüche zu verzeichnen. Technologische Entwicklungen wie die Digitalisierung der Kinos und offensive Strategien einzelner Marktteilnehmer im Bereich der Herstellung führen zu sehr unterschiedlichen Entwicklungen. In erster Linie sind es die Produktionsunternehmen im Bereich Kino- und TV-Film, die mit Zuwächsen von knapp 9% und Umsätzen von 522 Mio. Euro das Tempo vorgeben. Dieses Wachstum übersteigt bei weitem den Anstieg der Förderungen für die Herstellung der öffentlichen Hand, die von 48 Mio. Euro (2012) auf 58,3 Mio. Euro (2013) gesteigert wurden. Dem Zuwachs der Förderungen für die Herstellung in Höhe von rund 10,3 Mio. Euro stehen Zuwächse der Umsatzerlöse von 42 Mio. Euro gegenüber und insgesamt sind es 522 Mio. Euro Umsatzerlöse, denen 58,3 Mio. Euro Förderungen entgegen zu setzen sind, also ein Verhältnis von 9:1.

Das Wachstum der Produktionsunternehmen ist (wie erstmals 2012 beobachtet) vor allem durch mehr als auffällige Werte im Bundesland Salzburg begründet. Auch wenn Statistik Austria keine Einzeldaten veröffentlichen darf, ist die Ursache für diese regionale Auffälligkeit in den Aktivitäten eines Players aus dem Bereich des TV zu vermuten. ServusTV bzw. die Gruppe Red Bull Media hat im Jahr 2013 die Zulassung der Verbreitung von ServusTV über die Multiplex-Plattform Mux D erreicht. KommAustria betont im Bescheid zur Zulassung die hohen Anteile an Eigenproduktionen (60%) und die umfassende Modernisierung der Redaktions- und Produktionsräume, die auf den neuesten Stand der Technik gebracht wurden. Diese Hinweise legen nahe, dass ein Akteur alleine für so wesentliche Impulse gesorgt hat, dass die österreichischen Zahlen auffällige Steigerungen erfahren. Der Produktionswert der Unternehmen in Wien beläuft sich auf 219,5 Mio. Euro, jener im Bundesland Salzburg auf 264,8 Mio. Euro. In der Dimension Umsatzerlöse (von Kino- und TV-Film) aber fällt Salzburg kaum auf (Wien: 317,4 Mio. Euro, Salzburg: 3,6 Mio. Euro). Das führt zu der Entwicklung, dass die Umsatzerlöse im gesamten Bundesgebiet mit 522 Mio. Euro unter die Werte für Waren- und Dienstleistungskäufe (571,8 Mio. Euro) rutschen. Erklärbar ist das durch die Position „Erlöse und Erträge“, die für 2013 auf Bundesebene rund 870 Mio. Euro zeigt. Statistik Austria erklärt dazu: „Die Erlöse und Erträge im Produktions- und im Dienstleistungsbereich (mit Ausnahme des Kredit- und Versicherungswesens) umfassen Umsatzerlöse, Erträge aus der Aktivierung von Eigenleistungen, Erträge aus Beteiligungen, Zinsen-, Wertpapier- und ähnliche Erträge, Subventionen sowie übrige betriebliche Erträge.“ In Salzburg erreichen die entsprechenden Werte 383,9 Mio. Euro, in Wien sind es 353,5 Mio. Euro.

Während der Wirtschaftsfilm seine Erholung erneut mit 22% Steigerung der Umsätze fortsetzen kann, schafft der Werbefilm den Turnaround und legt um 12% zu. Damit liegt dieser Bereich (nominell) wieder auf dem Niveau des Jahres 2010.

Der zweite große Umsatzbringer, die Kinos, konnte 2013 seine kontinuierliche Aufwärtsentwicklung nicht fortsetzen und verliert 0,4% Umsatz. Erneut einen deutlichen Umsatzeinbruch müssen die Verleihe hinnehmen, die nach einem Minus von 10% im Vorjahr von 2012 auf 2013 über 6% weniger Umsatz erzielen.

Die Videotheken setzen ihren Niedergang ungebremst fort. Betrugen 2010 die Umsatzrückgänge knapp 6%, 2011 fast 14% und 2012 wieder rund 14%, sind es 2013 minus 12%. Damit haben die Videotheken auch in den letzten zwei Jahren wieder ein Viertel der Umsätze verloren.

Auch Kinos profitieren von den Förderungen durch die öffentliche Hand. Vor allem sind es Zuwendungen für ausgewählte Kinos zur Gestaltung des Programmes, in den meisten Fällen abseits des Mainstreams. 2013 haben Kinos 2,2 Mio. Euro Förderungen erhalten, in Summe also 1,2% der Umsätze. Steigende Ticketpreise und ein Zuschlagsystem für 3D Technologie, Wochenenden etc. führen zu steigenden Umsätzen, vor allem aber wachsenden Erlösen pro Besuch. Darüber hinaus verbuchen Mehrsaalkinos höhere Umsätze aus Gastronomie und anderen Umsatzbringern.

Durch die neuerlichen Konzentrationseffekte ist die Diskrepanz zwischen der Anzahl der Unternehmen und dem Anteil an den Branchenumsätzen trotz Umsatzrückgang weiter auffällig: 4,1% aller Unternehmen im Sektor erzielen 19,7% aller Umsätze (allerdings sind die Kinos der einzige Bereich, wo größere Unternehmen mit mehr als zehn Beschäftigten mit 41% der Firmen einen relevanten Anteil ausmachen). Bei den Verleihen entfallen auf 2,9% der Betriebe 9,4% der Branchenumsätze. Damit können die Verleihfirmen im Branchenvergleich ihre Umsatzstärke nicht mehr ausbauen. Im Vergleich dazu müssen sich bei den Produktionsfirmen nun 72,2% aller Betriebe mit 57% der Umsätze begnügen.
nach oben| Umsatzerlöse Lade Tabelle
Quelle: Statistik Austria, Leistungs- und Strukturstatistik 2013
 
nach oben| Umsatzerlöse in %
 
 
nach oben| Beschäftigte
Die Beschäftigtenzahl korrespondiert in den einzelnen Bereichen nicht linear mit der wirtschaftlichen Entwicklung. Die Produktionsfirmen von Kino- und TV-Film beschäftigen bei 8,7% Umsatzzuwachs (nominell) um 17,2% mehr unselbständige MitarbeiterInnen, legen also inflationsbereinigt bei der Zahl der Beschäftigten deutlich zu. Videotheken verlieren MitarbeiterInnen aufgrund der erneut stark sinkenden Umsätze, allerdings unterproportional. Demgegenüber bauen Verleihfirmen mit einem Personalminus von rund 35% deutlich über dem Umsatzminus von 6,3% MitarbeiterInnen ab. Bei Werbefilm- und Wirtschaftsfilmunternehmen schlagen sich die Umsatzentwicklungen nun auch in steigenden MitarbeiterInnenzahlen nieder.
Im Gegensatz zu 2012 senken die Kinos die Anzahl der MitarbeiterInnen wieder deutlicher. In Summe beschäftigt die Gesamtbranche damit 2013 um 4,2% mehr Menschen als im Jahr davor, bei den unselbständig Erwerbstätigen ist es sogar ein Plus von 5,1%.
Diese strukturellen Veränderungen führen dazu, dass die Bedeutung der Produktionsunternehmen von Kino- und TV-Film als Arbeitgeber weiter zunimmt: Produktionsfirmen beschäftigen mittlerweile fast 57% aller MitarbeiterInnen in der Branche. Noch eklatanter wird die Bedeutung der ProduzentInnen bei der Analyse der Löhne und Honorare. Nicht weniger als 71,8% der Personalaufwendungen werden von den Produktionsfirmen geleistet, die damit überdurchschnittlich zahlen, da ja nur etwas mehr als die Hälfte aller Beschäftigten auf dieses Segment entfällt. Umgekehrt zahlen Kinos und Videotheken deutlich unter dem Branchenschnitt. 23,8% der Beschäftigten arbeiten in Kinos und stehen für 13% des Personalaufwands; bei den Videotheken werden für 6% der Beschäftigten nur 2% des Personalaufwands aufgewendet.
nach oben| Beschäftigte Lade Tabelle
Quelle: Statistik Austria, Leistungs- und Strukturstatistik 2013
 
nach oben| Beschäftigte in %
 
 
nach oben| Unselbständig Beschäftigte Lade Tabelle
Quelle: Statistik Austria, Leistungs- und Strukturstatistik 2013
 
nach oben| Personalaufwand in %
 
 
nach oben| Struktur der Unternehmen
Der Fachverband der Film- und Musikindustrie erhebt jährlich Strukturdaten auf Basis der Gewerbeberechtigungen im eigenen Wirkungsbereich. Dabei unterscheidet der Fachverband zwischen Ein-Personen-Unternehmen (EPUs) und Unternehmen, die auch MitarbeiterInnen beschäftigen. Während Statistik Austria nach dem unternehmerischen Schwerpunkt - unabhängig von den Gewerbeberechtigungen erhebt und die einzelnen Einheiten dem tatsächlichen Schwerpunkt - zuordnet, erfasst der Fachverband ausschließlich die einschlägigen Gewerbeberechtigungen. Diese Daten sind daher mit den Ergebnissen von Statistik Austria nur sehr bedingt vergleichbar.
2014 ist die Anzahl der Betriebe mit MitarbeiterInnen weitgehend stabil, das deutliche Wachstum im Jahr 2013 wird damit bestätigt. In Summe aber wachsen die EPUs als größte Gruppe innerhalb der Kammermitglieder weiter und machen bereits 85% der Mitglieder aus.
nach oben| Struktur der Unternehmen Lade Tabelle
Quelle: Fachverband der Film- und Musikindustrie
 
nach oben| Unternehmen mit/ohne MitarbeiterInnen Lade Tabelle
Quelle: Fachverband der Film- und Musikindustrie
 
nach oben| Produktionswert fertiggestellter Filme
Eine Kenngröße stellt der Produktionswert fertig gestellter Filme dar. Gemessen wird dabei der österreichische Anteil an den Gesamtherstellungskosten aller im beobachteten Jahr fertig gestellter Filme. 2014 erreicht dieser Kennwert mit 130 Mio. Euro einen eher niedrigen Wert. Auf Kinofilme entfallen davon 23,5% (13% im Jahr 2013), auf Fernsehfilme 55,3% (70,6% im Jahr 2013). Werbefilme, Wirtschafts- und Imagefilme sowie alle anderen Produktionsbereiche erreichen gemeinsam knapp ein Fünftel.
nach oben| Produktionswert in %