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Anhand vorläufiger Daten schätzt die Europäische Audiovisuelle Informationsstelle, dass die Bruttoeinspielergebnisse in den 28 EU-Mitgliedstaaten 2014 geringfügig gestiegen
sind, und zwar auf 6,32 Mrd. Euro (ein Plus von 40 Mio. Euro gegenüber 2013). Gegenüber dem Vorjahr ist das zwar ein Anstieg von 0,6%, aber immer noch der zweitniedrigste Wert der letzten fünf Jahre. Wie 2013 entsprach das Wachstum der Bruttoeinspielergebnisse in etwa den Veränderungen bei den Kinobesuchszahlen, die 2014 ein bescheidenes Wachstum von 0,7% aufwiesen: 2014 wurden schätzungsweise 911 Millionen Eintrittskarten verkauft, etwa 6,5 Millionen mehr als 2013. Daraus geht hervor, dass der Preis der Kinokarten in ganz Europa - gemessen in Euro - seit 2012 mehr oder weniger stabil geblieben ist, und zwar bei 6,9 Euro.

27 EU-Mitgliedstaaten, für die Daten vorliegen, während sie in 13 zurückgingen. Verantwortlich für das leichte Plus der kumulativen Einspielergebnissen auf EU-Ebene (in Euro) sind in erster Linie die positive Entwicklung in einigen Ländern: in Frankreich, Spanien (plus 15 Mio. Euro, plus 3,0%) und Polen (plus 15 Mio. Euro, plus 9,7%) sowie die Aufwertung des britischen Pfundes, die trotz eines 2,3% Rückganges zu einem positiven Box Office Beitrag in Euro aus dem Vereinigten Königreich geführt hat. Der stärkste Rückgang bei den Kinoeinnahmen wurde - in absoluten Zahlen - in Italien (minus 46 Mio. Euro, minus 7,1 %) und Deutschland (minus 43 Mio. Euro, minus 4,2%) gemessen. Außerhalb der EU hat die Russische Föderation einmal mehr ihre Position als zweitgrößter europäischer Kinomarkt nach Besuchszahlen verteidigt: 2014 wurden in Russland 175 Millionen Kinokarten verkauft. Die Bruttoeinspielergebnisse lagen bei 43,3 Milliarden Rubel, ein Plus von 2,4% gegenüber 2013. Bei den Kinoeinnahmen scheint das Wachstum in Russland an seine Grenzen gestoßen zu sein. Anders die Türkei: Sie konnte ihren eindrucksvollen Wachstumstrend der letzten Jahre ungebremst fortsetzen: Die Zahl der Kinobesuche stieg 2014 auf 61,4 Millionen, 22% mehr als 2013, und die Bruttoeinspielergebnisse erreichten den Rekordwert von 655 Millionen Türkische Lira (plus 30%), den höchsten Wert in den letzten Jahrzehnten. Da jedoch in beiden Ländern die nationalen Währungen 2014 erheblich an Wert verloren haben, bedeutet dies, dass die Bruttoeinspielergebnisse in Russland gemessen in Euro um 14% (auf 862 Mio. Euro) und in der Türkei um 2,5% (auf 189 Mio. Euro) zurückgegangen sind.
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provisorische Zahlen der Vorjahre wurden korrigiert
Quelle: Europäische Audiovisuelle Informationsstelle, Focus 2015
 
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*/ vorläufige Zahlen
k.A. keine Angaben
Quelle: Europäische Audiovisuelle Informationsstelle - LUMIERE Datenbank
 
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*/ vorläufige Zahlen
Quelle: Europäische Audiovisuelle Informationsstelle - LUMIERE Datenbank