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Ende des Jahres 2013 gab es in Österreich 133 Kinos mit 548 Kinosälen und 94.660 Sitzplätzen. Im Vergleich zum Vorjahr sind es 19 Kinos weniger und auch die Anzahl der Säle ist deutlich gesunken: Von 565 auf 548. Dieser Verlust an Kinos, Sälen und Sitzplätzen markiert auch den Schlusspunkt eines Strukturwandels. 15 Kinos mit nur einem Saal haben geschlossen (dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass ab 2013 vier Erotik-Kinos nicht mehr hinzugerechnet werden) und sieben Kinos mit 3-5 Sälen. Die Kinos mit 6-7 Sälen haben um zwei zugenommen, die mit 8-11 Sälen um eines. In den Kinos mit bis zu sieben Sälen ergibt sich innerhalb eines Jahres ein Minus von 28 Sälen, bei den Multiplex-Kinos ein Plus von elf Sälen.

Insgesamt sind es Ende des Jahres 94.660 Sitzplätze, um 10.000 weniger als noch vier Jahre zuvor, als trotz der Schließungen von Kinos neue Säle und Sitzplätze hinzukamen.

Die Konzentrationsbewegung nimmt damit weiter zu, der Anteil der Multiplexe (Kinos mit acht oder mehr Sälen) an den verfügbaren Sälen erreicht 43%, am Sitzplatzangebot beträgt der Anteil der Mulitplexe nun 52%.

Trotz der deutlich geringeren Besuchszahlen (16,7 Millionen Besuche 2012 gegenüber 15,8 Millionen im Jahr 2013 nach Angaben der AKM, Verwertungsgesellschaft der Autoren, Komponisten und Musikverleger) konnte angesichts des gesunkenen Angebots an Sitzplätzen im Jahr 2013 die Sitzplatzauslastung konstant gehalten werden. Unter diesem österreichweiten Durchschnitt aber zeigt sich, dass in den Bundesländern, in denen das Sitzplatzangebot deutlich verknappt wurde, die Sitzplatzauslastung gestiegen ist, wo das Sitzplatzangebot aber konstant geblieben ist oder sogar stieg
(Kärnten) diese Auslastung gesunken ist. Wie im Jahr 2012 wurden auch im Berichtsjahr 167 Kinokarten pro Sitzplatz verkauft.

In den Bundesländern zeigen sich teilweise deutlich unterschiedliche Kinoaffinitäten, die nicht nur mit der Angebotsdichte an Kinosälen in Bezug stehen. In Oberösterreich, Salzburg, Tirol und (mit Einschränkungen) Steiermark entspricht der Kinobesuch dem Bevölkerungsanteil, in Vorarlberg und Wien ist der Kinobesuch überdurchschnittlich, in Burgenland, Kärnten und vor allem Niederösterreich aber unterdurchschnittlich. Mit dem Angebot an Kinosälen alleine aber ist das nicht erklärbar. Knapp ein Drittel (30,9%) aller Besuche entfällt auf die Bundeshauptstadt Wien, gefolgt von Oberösterreich, Niederösterreich und Steiermark.
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ab 2013 werden Erotik-Kinos nicht mehr erfasst
Stand: Dezember 2013
Quelle: Fachverband der Kino-, Kultur- und Vergnügungsbetriebe
 
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Stand: Dezember 2013
Quelle: Fachverband der Kino-, Kultur- und Vergnügungsbetriebe
 
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Stand: Dezember 2013
Quelle: Fachverband der Kino-, Kultur- und Vergnügungsbetriebe
 
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Während 2010 die Kartenpreise im Kino um mehr als 6% gestiegen sind (vor allem durch Zuschläge auf 3D Filme), sind 2011 und 2012 die Preise für Kinokarten nur geringfügig erhöht worden. Mit einem Anstieg um 5,6% aber liegt die Preissteigerung 2013 deutlich über den Vorjahren, der durchschnittliche Kartenpreis beträgt nun 8,23 Euro.

Die Kartenpreise sind in Österreich höher als in Deutschland (8 Euro), Belgien (7,8 Euro) oder Frankreich (6,5 Euro), aber unter den durchschnittlichen Kartenpreisen in der Schweiz (12,7 Euro) oder Norwegen (12 Euro). Der errechnete Durchschnittspreis der Kinokarten stellt sich für die einzelne KinobesucherIn jedoch differenzierter dar. So kann mit einer „Moviecard“ ein Ticket lediglich 5,9 Euro kosten und an diversen „Superkinotagen“ (Montag bis Mittwoch) 6,6 Euro. Für den regulären Besuch eines Kinos müssen unter Umständen jedoch bis zu zehn Euro veranschlagt werden. Für Filme mit einer Aufführdauer in „Überlänge“ (in der Regel über 125 Minuten) und für 3D Filme sind Aufschläge von 0,5 Euro bis zu 2,3 Euro einzukalkulieren.
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Stand: Dezember 2013
Quelle: Fachverband der Kino-, Kultur- und Vergnügungsbetriebe
 
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537 der 548 Kinosäle in Österreich sind mit Ende 2013 digitalisiert, das entspricht einer Digitalisierungsquote von 98%. Diese Umstellung der Technologie kann somit als weitgehend abgeschlossen betrachtet werden und das Jahr 2013 steht damit für das Ende der analogen Projektion. Im Jahr zuvor waren immerhin noch 121 Säle (und damit mehr als ein Fünftel) auf physische 35 mm Kopien angewiesen. Dieser letzte Abschnitt dieses Technologiewandels manifestiert sich nicht zuletzt auch in der sinkenden Anzahl der Ein-Saal-Kinos.

Österreich ist damit gemeinsam mit Frankreich (98%) und UK (100% - allerdings werden im Vereinigten Königreich dafür nur Kinos mit elektronischem Ticketsystem als Basis herangezogen, der tatsächliche Digitalisierungsgrad ist also geringer) unter den Kinomärkten, die in Europa am dichtesten digitalisiert sind. Deutschland etwa liegt erst bei einer Digitalisierungsrate von 90%.

Unterstützt wurden die Kinos, vor allem die kleineren Kinos, auch durch Mittel der österreichischen Förderstellen im Ausmaß von rund 375.085 Euro, die 2013 ausgezahlt wurden. Zusätzlich wurden 20.000 Euro aus dem MEDIA Programm der EU zugesagt.
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Stand: Dezember 2013
Quelle: Fachverband der Kino- Kultur- und Vergnügungsbetriebe
 
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Stand: Dezember 2013
Quelle: Fachverband der Kino-, Kultur- und Vergnügungsbetriebe
 
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Stand: Dezember 2013
Quelle: Fachverband der Kino-, Kultur- und Vergnügungsbetriebe
 
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Stand: Dezember 2013
Quelle: Fachverband der Kino-, Kultur- und Vergnügungsbetriebe