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Die Daten zum Kapitel „Förderungen + Finanzierungen“ basieren auf den Angaben der 19 österreichischen Förderstellen. Nach einer Prüfung der Förderstellen durch den Rechnungshof und den dabei abgegebenen Empfehlungen konzentriert sich das Österreichische Filminstitut auf die Auszahlungen, also jene Beträge, die tatsächlich im Berichtsjahr ausbezahlt wurden. Im Folgenden werden die Begriffe Auszahlungen und Förderungen in diesem Kapitel daher auch gleichgesetzt.

Die Förderungszusagen (im Gegensatz zu den Auszahlungen) werden von einigen Institutionen in den jeweiligen Jahres- bzw. Tätigkeitsberichten veröffentlicht, sie beinhalten die für die Branche wesentlichen Informationen für künftige Projekte und Entwicklungen und lassen gleichzeitig die Förderstrategien der einzelnen Förderstellen erkennen.

Die Förderauszahlungen sind nicht unbedingt mit den Förderzusagen identisch. Nach Entscheidung durch ein Auswahlgremium gehen die Institutionen die Verbindlichkeit ein, für ein bestimmtes Projekt die finanziellen Mittel zu binden. Erst mit Vertragsabschluss kommt es zur Auszahlung einer Rate. Der Förderbetrag wird in Folge entsprechend dem Projektverlauf in mehreren Raten ausbezahlt.

Die Auszahlungen umfassen sowohl die für Projekte bereitgestellten Mittel als auch die Ausgaben für Tätigkeiten zum Nutzen der Filmbranche und die anteiligen österreichischen Kosten an den europäischen Förderprogrammen MEDIA 2007 und EURIMAGES. Die Beiträge zu den europäischen Förderprogrammen leistet aktuell ausschließlich das Österreichische Filminstitut.

Die einzelnen Förderstellen wurden nach unterschiedlichen Kriterien und mit unterschiedlichen Zielsetzungen eingerichtet und üben ihre Tätigkeit auf Grundlage unterschiedlicher Gesetze, Richtlinien u.ä. aus. Eine einheitliche Kategorisierung der Förderbereiche wird dadurch deutlich erschwert. Die Einteilung der Förderbereiche im Filmwirtschaftsbericht erfolgt nach den - in vergleichbaren internationalen Berichten - als Kernbereiche definierten Kategorien: Stoff- und Projektentwicklung, Herstellung und Verwertung (berücksichtigt sind dabei zum überwiegenden Teil Kinostarts und Festivalteilnahmen einzelner Filme). Durch die zunehmende Heterogenität der Auswertung von Filmen und die damit verbundenen veränderten Schwerpunkte der Fördertätigkeit, werden seit dem Vorjahr 2012 die früher unter „Sonstige Förderbereiche“ erfassten Tätigkeiten unter „Institutionen und Infrastruktur“ weiter aufgegliedert. So können z.B. auch die Förderungen von Kinos und Festivals detailliert dargestellt werden.

Um eine vollständige Darstellung der Förderungen erstellen zu können, wäre eine homogene Erfassung der Förderbereiche notwendig. Der vorliegende Bericht bzw. das Filminstitut als Verantwortliche für den Filmwirtschaftsbericht ist daher bei diesen Details auf die Angaben der einzelnen Förderstellen angewiesen. Diese Angaben können daher auch nicht verifiziert werden.
Für einige Förderstellen ist eine komprimierte Zusammenstellung der Zusagen veröffentlicht.

Grundsätzlich ist festzuhalten, dass die Verteilung der Mittel auf die Förderbereiche den Anträgen und den Entscheidungen der Auswahlgremien entspricht und in weiterer Folge die Auszahlungen nach Projektfortschritt erfolgen. 2013 wurden von den 19 Förderstellen Auszahlungen in Höhe von knapp 77,5 Mio. Euro gemeldet. Das entspricht einer Steigerung der ausgezahlten Mittel von 14,1% gegenüber dem Jahr 2012 (67,9 Mio. Euro) bzw. einem Plus von 9,6 Mio. Euro. Die Auszahlungsbeträge sind von 2009 auf 2010 stark angestiegen, sind aber in den beiden Folgejahren 2011 und 2012 kräftig zurückgegangen.

75,4% aller Förderausgaben des Jahres 2013 beziehen sich auf die Herstellung, an zweiter Stelle stehen Institutionen und Infrastruktur mit 17,7%. Im Vergleich dazu entfallen auf Verwertung (3,3%) und vor allem auf die Vorbereitung eines Projekts (Stoff- und Projektentwicklung: 2,8%) nur sehr geringe Anteile. Auffallend sind in diesem Zusammenhang auch die unterschiedlichen Schwerpunkte der Förderstellen. Während die Herstellung in allen Förderstellen eine Rolle spielt, sind es bei der Verwertung lediglich neun der 19 Einrichtungen und bei Projektentwicklung sechs Einrichtungen sowie bei Stoffentwicklung sogar nur vier Förderstellen, die dafür Auszahlungen leisten.

Die prozentuelle Aufteilung der Ausgaben auf die nationalen und regionalen (subnationalen) Förderstellen ist seit Jahren nahezu gleich, etwa über zwei Drittel der Auszahlungen werden von den nationalen Förderstellen und etwa ein Drittel von den regionalen Förderstellen bestritten. Für 2013 entfallen auf nationale Förderstellen 53,7 Mio. Euro bzw. 69,4%, die Bundesländerförderungen nennen 23,7 Mio. Euro bzw. 30,6% an Auszahlungen. Es gibt allerdings einige Unterschiede in der Gewichtung der Ausgaben der Fördereinrichtungen. Während bei der Produktion 76,8% der Ausgaben von den nationalen Fonds getätigt werden und 22,9% von den regionalen Förderstellen, übernehmen die regionalen Fonds 61,7% der Summen für „Institutionen und Infrastruktur“. Die regionale Bedeutung der Festivals spiegelt sich auch in den Zahlungen wider, wo 72,9% der Auszahlungen die Bundesländer übernehmen.

Der mit Abstand größte regionale Förderer ist das Bundesland Wien mit knapp 19% der Gesamtauszahlungen. Filmfonds Wien und die Kulturabteilung der Stadt Wien tätigten zusammen knapp 62% der Auszahlungsbeträge der regionalen Förderstellen. Niederösterreich folgt auf Rang zwei.
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1/ 198.500 Euro wurden für die Gesamtförderung von Projekten ausbezahlt, die die Entwicklung, Herstellung und Postproduktion beinhaltet, dieser Betrag ist in der Spalte "Gesamt" enthalten, nicht jedoch in den Teilsummen für die einzelnen Förderbereiche.
Quelle: Institutionen
 
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Quelle: Institutionen
 
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