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Die Daten zum Kapitel „Förderungen + Finanzierungen“ basieren auf den Angaben der österreichischen Förderstellen. Nach einer Prüfung der Förderstellen durch den Rechnungshof und auf dessen Empfehlungen hin, konzentriert sich das Österreichische Filminstitut dabei auf die Auszahlungen, also jene Beträge, die tatsächlich im Berichtsjahr ausbezahlt wurden. Im Folgenden werden die Begriffe Auszahlungen und Förderungen daher gleichgesetzt.

Die Förderungszusagen (im Gegensatz zu den Auszahlungen) werden von einigen Institutionen in den jeweiligen Jahres- bzw. Tätigkeitsberichten veröffentlicht, sie beinhalten die für die Branche wesentlichen Informationen für künftige Projekte und Entwicklungen und lassen gleichzeitig die Förderstrategien der einzelnen Förderstellen erkennen.
Zusagen

Die Förderauszahlungen sind nicht unbedingt mit den Förderzusagen identisch. Nach Entscheidung durch ein Auswahlgremium gehen die Institutionen die Verbindlichkeit ein, für ein bestimmtes Projekt die finanziellen Mittel zu „reservieren“, erst mit Vertragsabschluss kommt es zur Auszahlung einer Rate. Der Förderbetrag wird in Folge entsprechend dem Projektverlauf in mehreren Raten ausbezahlt.

2012 wurden von den 19 Förderstellen Auszahlungen in Höhe von knapp 67,9 Mio. Euro gemeldet. Das entspricht einer Steigerung der ausgezahlten Mittel von 1,3% gegenüber dem Jahr 2011 (67 Mio. Euro) und nach einem Jahr gesunkener Auszahlungsbeträge einem Zuwachs in Höhe von 890.651 Euro.

Die Auszahlungen umfassen sowohl die für Projekte bereitgestellten Mittel als auch die Ausgaben für Tätigkeiten zum Nutzen der Filmbranche und die anteiligen österreichischen Kosten an den europäischen Förderprogrammen MEDIA 2007 und EURIMAGES. Die Beiträge zu den europäischen Förderprogrammen leistet aktuell ausschließlich das Österreichische Filminstitut. Dabei werden die Aktivitäten für das MEDIA Desk Österreich (gemeinsam mit der Europäischen Kommission) und der Mitgliedsbeitrag für EURIMAGES nur mehr aus dem Budget des Filminstituts finanziert, da seit 2010 nicht mehr direkt das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur die Kosten von EURIMAGES trägt.

Die einzelnen Förderstellen wurden nach unterschiedlichen Kriterien und mit unterschiedlichen Zielsetzungen eingerichtet und üben ihre Tätigkeit auf Grundlage unterschiedlicher Gesetze, Richtlinien u.ä. aus. Eine einheitliche Kategorisierung der Förderbereiche wird dadurch deutlich erschwert. Die Einteilung der Sparten im Filmwirtschaftsbericht erfolgt nach den - in vergleichbaren internationalen Berichten - als Kernbereiche definierten Kategorien: Stoff- und Projektentwicklung, Herstellung und Verwertung (berücksichtigt sind dabei zum überwiegenden Teil Kinostarts und Festivalteilnahmen einzelner Filme). Die bis 2011 unter „Sonstige Förderbereiche“ erfassten Tätigkeiten werden ab dem Filmwirtschaftsbericht für das Jahr 2012 unter „Institutionen und Infrastruktur“ weiter spezifiziert.

Die Verteilung der Mittel auf die Förderbereiche entspricht den Anträgen und den Entscheidungen der Auswahlgremien und in Folge der Auszahlung nach Projektfortschritt.

Die Auszahlungsbeträge sind von 2009 auf 2010 stark angestiegen, haben aber in den beiden Folgejahren 2011 und 2012 wieder klar abgenommen. Mit 67,9 Mio. Euro liegen die Auszahlungen des Jahres 2012 und liegen noch deutlich hinter dem Höchstwert des Jahres 2010 mit 69,6 Mio. Euro. zurück.

73,9% aller Förderausgaben des Jahres 2012 beziehen sich auf die Schaffung von Werken (Drehbuch, Produktionsvorbereitung, Produktion), an zweiter Stelle stehen Institutionen und Infrastruktur mit 20,5%. Im Vergleich dazu entfallen auf Verwertung (4,7%) und vor allem auf die Vorbereitung eines Projekts (Stoff- und Projektentwicklung: 2,9%) nur sehr geringe Anteile. Im Längsschnitt fällt auf, dass die anteiligen Werte des Jahres 2009 nicht mehr erreicht wurden, auch wenn die absoluten Beträge durch die steigenden Auszahlungen weniger sinken.

Die prozentuelle Aufteilung der Ausgaben auf die nationalen und regionalen (subnationalen) Förderstellen ist seit Jahren nahezu gleich, etwa zwei Drittel der Auszahlungen werden von den nationalen Förderstellen und etwa ein Drittel von den regionalen Förderstellen bestritten. Für 2012 entfallen auf nationale Förderstellen 46,3 Mio. Euro bzw. 68,2%, die Bundesländerförderungen nennen 21,6 Mio. Euro bzw. 31,8% an Auszahlungen. Es gibt allerdings einige Unterschiede in der Gewichtung der Ausgaben der Fördereinrichtungen. Während bei der Gesamtsumme für die Produktion 76,7% der Ausgaben von den nationalen Fonds getätigt werden, und 23,3% von den regionalen Förderstellen, übernehmen die regionalen Fonds 61,8% der Summen für "Institutionen und Infrastruktur". Die regionale Bedeutung der Festivals spiegelt sich auch bei den Zahlungen wider, wo 72,7% die Bundesländerförderstellen übernehmen. Der mit Abstand größte regionale Förderer ist das Bundesland Wien mit über 18,3% der Gesamtauszahlungen. Filmfonds Wien und die Kulturabteilung der Stadt Wien tätigten zusammen 57,4% der Auszahlungsbeträge der regionalen Förderstellen. Niederösterreich und Steiermark folgen auf den Rängen zwei und drei.
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1/ provisorische Angaben, "vorbehaltlich Genehmigung des Rechnungsabschlusses 2012 durch den Salzburger Landtag"
224.147 Euro wurden für die Gesamtförderung von Projekten ausbezahlt, die die Entwicklung, Herstellung und Postproduktion beinhaltet, dieser Betrag ist in der Spalte "Gesamt" enthalten, nicht jedoch in den Teilsummen.
Quelle: Institutionen
 
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Quelle: Institutionen
 
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