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MEDIA 2007
MEDIA ist das Programm der Europäischen Union zur Unterstützung und Stärkung der europäischen audiovisuellen Industrie. Ziel ist es, die kulturelle Identität und Vielfalt Europas zu sichern und die Wettbewerbsfähigkeit von europäischen audiovisuellen Werken zu gewährleisten. MEDIA 2007 läuft bis 2013 und ist mit einem Gesamtbudget von 755 Mio. Euro ausgestattet. Die Schwerpunkte des Programms liegen auf Projektentwicklung, Professionalisierung der europäischen Filmschaffenden, Verbreitung, Verkauf und Verleih von europäischen Filmen und technischen Innovationen. Die Förderbereiche umfassen u.a. Promotionsmaßnahmen für den europäischen Film, Festivals, Distribution, Development, Training. Im Rahmen von MEDIA Mundus, das mit 15 Mio. Euro dotiert ist, werden Kooperationsprojekte mit außereuropäischen Partnern (z.B. Vernetzungs- und Trainingsveranstaltungen) gefördert.

2012 wurden MEDIA Förderungen in Höhe von 3,1 Mio. Euro für österreichische AntragstellerInnen zugesagt. Das ist die höchste Jahressumme seit Bestehen des MEDIA Programms 1992 in Österreich. Das Plus von (38%) gegenüber 2011 ist vor allem auf die 2012 erstmals erfolgte Förderung der Kinodigitalisierung und auf den Bereich der „Entwicklung“ zurückzuführen. Alleine aus der MEDIA Verleihförderung wurden an österreichische Verleihfirmen für den Kinostart von (nicht-österreichischen) europäischen Filmen insgesamt mehr als 1,6 Mio. Euro vergeben.

Mehr als 4 Mio. Euro wurden von MEDIA in 13 europäische VoD Projekte investiert, unterstützt wird dabei die Entwicklung und digitale Verbreitung von europäischen audiovisuellen Katalogen und Programmen. Auf Kontinuität setzt MEDIA hier mit der wiederholten Förderzusage an die Video on Demand Plattform Flimmit, die auch 2012 MEDIA Förderung erhielt. Auch das „Crossing Europe Filmfestival“, wird im Rahmen eines mehrjährigen Fördervertrags weiterhin unterstützt. Des Weiteren fördert MEDIA auch europäische Trainingsinitiativen. Im Jahr 2012 fanden unter anderen Veranstaltungen des Erich Pommer Instituts in Wien und der zweite Workshop des Medici Weiterbildungsprogramms für FilmförderInnen (Retz) statt. Das Drehbuchentwicklungsprogramm Sources gastierte in Graz.

Antragsberechtigt sind grundsätzlich Vertriebs- und Verleihfirmen, Produktionsfirmen, Trainingsinitiativen, Festivals und Unternehmen, die Promotionsmaßnahmen für den europäischen Film durchführen oder die neue Technologien für den Vertrieb europäischer Inhalte entwickeln oder bereitstellen. Ein antragstellendes Unternehmen muss seinen Sitz in einem der MEDIA Mitgliedsländer haben und sich mehrheitlich im Besitz von StaatsbürgerInnen eines MEDIA Mitgliedslandes befinden. Einzelpersonen können keinen Antrag stellen. MEDIA übernimmt in der Regel maximal 50% der Kosten, 50% der Finanzierung müssen die AntragstellerInnen garantieren. Stammt der Antrag aus einem Land mit geringer Produktionskapazität oder spiegelt die Maßnahme die Vielfalt der europäischen Kultur auf besondere Weise wider, kann die Unterstützung in Ausnahmefällen auf 60% angehoben werden.

MEDIA Mitgliedsländer (33)
Belgien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn und Zypern.
(Stand: Juni 2013)
  • Ab 2014 wird MEDIA, zusammen mit dem Programm Kultur in das neue Dachprogramm CREATIVE EUROPE eingegliedert. Das neue Programm sieht neben der Einrichtung eines Darlehensgarantiefonds Aktivitäten zu „Audience Building“, Filmvermittlung vor.
  • 2012 wurden MEDIA Förderungen in Höhe von 3,1 Mio. Euro für österreichische AntragstellerInnen zugesagt. Das ist die höchste Jahressumme seit Bestehen des MEDIA Programms in Österreich.
  • Alleine aus der MEDIA Verleihförderung erhielten österreichische Verleihfirmen insgesamt mehr als 1,6 Mio. Euro für den Kinostart von europäischen Filmen.
  • Mit Aufrufen (Calls) zur Förderung der Kinodigitalisierung reagierte MEDIA auf die aktuellen Anfordernisse der Filmindustrie und stellte dafür zusätzlich 2 Mio. Euro bereit. Zehn österreichische Kinos wurden mit 440.000 Euro gefördert.
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Quelle: MEDIA Desk