nach oben| Waren- und Dienstleistungseinkäufe
Der Rückgang der Umsätze von 2008 auf 2009 wurde bei weitgehend stabilen Beschäftigungszahlen (auch) durch zurückhaltenden Einkauf von Vorleistungen abgefedert. Die 2010 wieder stark anziehenden Umsatzerlöse führen zu einem überproportionalen Anstieg des Einkaufs von Waren und Dienstleistungen. Im Jahresabstand steigen diese Aufwendungen um 18% (nach zuletzt 0,4%). Nominell relevant sind dabei vor allem die Ausgaben der Produktionsunternehmen, die um 56 Millionen Euro (+25%) steigen und der Verleihfirmen, die über 13 Millionen Euro mehr ausgeben (+23%) als im Jahr 2009. In Summe gibt die Branche 2010 um 18% mehr für Vorleistungen aus als im Jahr davor.
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Quelle: Statistik Austria, Leistungs- und Strukturstatistik 2010
 
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nach oben| Bruttoinvestitionen
Die positive Entwicklung der Branche lässt sich bei den Investitionen feststellen. Nach großer Zurückhaltung in den beiden Vorjahren werden 2010 aufgeschobene Investitionen getätigt und die Ausgaben steigen damit um fast 25%. Dabei sind in einzelnen Unternehmensbereichen die Investitionen noch deutlich höher: Kinos legen auf hohem Niveau zu (+7,8%), Videotheken hingegen verzeichnen ein Minus von 3,8%. Nachbearbeitung und Werbefilm verdoppeln die Ausgaben für langfristige Investitionen, Unternehmen aus dem Bereich Wirtschaftsfilm legen um zwei Drittel zu und die HerstellerInnen von Kino- und TV-Filmen steigern ihre Investitionen um mehr als 40%.
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Quelle: Statistik Austria, Leistungs- und Strukturstatistik 2010
 
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nach oben| Bruttowertschöpfung
Die Bruttowertschöpfung, die finanzielle Leistungskraft der Unternehmen (Umsatzerlöse minus Vorleistungen plus Subventionen minus Steuern minus Abgaben), zeigt Symptome der Krisenbewältigung. Trotz deutlich steigender Umsatzerlöse führen die höheren Kosten für Vorleistungen (+18%) und Personal (+7%) zu kaum steigender Wertschöpfung der Branche insgesamt. Allerdings verläuft die Entwicklung in den einzelnen Sparten nicht einheitlich.
Während die Verleihfirmen, vor allem aber Videotheken und auch der Wirtschaftsfilm mit sinkender Wertschöpfung zu kämpfen haben, können Produktionsunternehmen im Film- und Fernsehbereich diese leicht, Unternehmen der Nachbearbeitung sogar deutlich verbessern.
Die Branche liegt damit deutlich über dem Gesamtschnitt: Während Statistik Austria für Handel und Dienstleistungen eine Bruttowertschöpfung in der Höhe von 25,4% der Umsatzerlöse ausweist, erzielt die Filmwirtschaft 34%.
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Quelle: Statistik Austria, Leistungs- und Strukturstatistik 2010
 
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