nach oben| Filmwirtschaft F+F 11
  • Die Filmwirtschaft erzielt Umsätze in Höhe von fast 800 Millionen Euro und beschäftigt 6.939 MitarbeiterInnen, davon 4.869 unselbständig Beschäftigte. (Statistik Austria)
  • In Summe sind es 2.180 Unternehmen, die ihren Schwerpunkt in der Filmwirtschaft angeben. Zwei Drittel davon sind Produktionsunternehmen im Bereich Kino- und TV-Film.
  • Der überwiegende Anteil der Unternehmen (95%) hat weniger als zehn Beschäftigte.
  • Kino- und Verleihunternehmen können ihre Umsätze steigern, Videotheken müssen weitere Einbußen hinnehmen.
  • Von der Filmwirtschaft gehen wieder deutliche Nachfrageimpulse aus: Waren- und Dienstleistungseinkäufe sind um 18% gestiegen, Bruttoinvestitionen haben ein Plus von 25%.
  • Mit knapp 100 Millionen Euro hat der ORF im Jahr 2011 das höchste Vergabevolumen im Beobachtungszeitraum des Filmwirtschaftsberichts erreicht, insbesondere Serien und Dokumentationen profitieren.

Der Filmwirtschaftsbericht hat die Aufgabe, die Gesamtheit des Filmschaffens in Österreich als Teil der audiovisuellen Industrie darzustellen. Kernelement dabei sind die wirtschaftlichen Eckdaten der Branche. Mit dem Filmwirtschaftsbericht 2012, F+F 11 werden die Daten zum Thema Filmwirtschaft nun zum dritten Mal auf Basis der Leistungsund Strukturstatistik der Statistik Austria dargestellt. Durch diese Zeitreihe kann eine Datenqualität erreicht werden, die mit detaillierteren Zahlen auf der Grundlage kontinuierlich erhobener Daten tatsächliche Entwicklungen nachzeichnet.
„Die Leistungs- und Strukturstatistik der Statistik Austria erlaubt wichtige Aussagen über die Struktur, Tätigkeit, Beschäftigung, Investitionstätigkeit und Leistung der Unternehmen auf nationaler und regionaler Ebene in der Gliederung nach Wirtschaftsbereichen entsprechend der ÖNACE. Diese Statistik wird in Form einer sogenannten Konzentrationsstichprobe (Vollerhebung mit variablen Abschneidegrenzen unter Berücksichtigung eines Deckungsgrades) bei gleichzeitiger konsequenter Nutzung verfügbarer Verwaltungsquellen (Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, Finanzbehörden sowie ab 2008 auch Lohnzetteldaten) und von Synergien zwischen statistischen Erhebungen im Sinne des Bundesstatistikgesetzes 2000 erstellt. Alle Unternehmen unterhalb der gesetzlich vordefinierten Schwellenwerte (Abschneidegrenzen) werden mittels eines modellbasierten Ansatzes zur Datenergänzung mit Hilfe der verfügbaren Verwaltungsdaten auf Mikroebene berechnet.“ (Statistik Austria)

Statistik Austria berücksichtigt nur jene Unternehmen, die nach eigenen Angaben im jeweiligen Bereich ihren Tätigkeitsschwerpunkt haben. Bei den kumulierten Umsätzen ist zu beachten, dass die Vorleistungen hier nicht abgezogen sind. Die dargestellten Werte entsprechen also weitgehend den Produktionswerten und nicht der Wertschöpfung. In den Umsätzen der Kinos sind so etwa Umsätze der Produktionsunternehmen oder der Verleihfirmen enthalten, und auch die Umsätze der Nachbearbeitung sind Vorleistungen, die bei den Produktionsunternehmen Ausgaben bedeuten.