nach oben| Kinosäle und Sitzplätze
Nach einigen Jahren mit weitgehend unverändertem Angebot an Kinos und Kinosälen ist 2010 eine Veränderung zu beobachten. Zwar bleibt die Anzahl der Kinos mit 160 stabil, das Angebot an Sälen aber nahm gegenüber 2009 zu, von 577 auf 584. Während die Zahl der Kinos mit einem oder zwei Sälen sinkt, steigt die Zahl der Kinos mit 3-5 Sälen und vergrößert so das Gesamtangebot. Damit einher geht auch eine Ausweitung der Sitzplätze von zuletzt 103.880 auf 104.569 Sitzplätze. Das Angebot an Kinos mit mehr als fünf Sälen ist konstant geblieben. Durch diese strukturellen Änderungen ist der Anteil der Mulitplexe (Kinos mit mehr als acht Sälen) am Sitzplatzangebot unter 50% geblieben. Auf Kinos mit weniger als fünf Sälen entfallen im Jahr 2010 mehr als 39% des
Sitzplatzangebots.
nach oben| Kinosäle und Sitzplätze Lade Tabelle
Stand: Dezember 2010
Quelle: Fachverband der Kino-, Kultur- und Vergnügungsbetriebe
 
nach oben| Struktur der Kinos Lade Tabelle
Stand: Dezember 2010
Quelle: Fachverband der Kino-, Kultur- und Vergnügungsbetriebe
 
nach oben| Kartenpreis
Die Steigerung der durchschnittlichen Kartenpreise setzt sich auch 2010 fort. Kostete eine Kinokarte im Jahr 2008 durchschnittlich noch 6,67 Euro, so betrug der Preis 2009 bereits 7,08 Euro und erreichte 2010 im Schnitt 7,53 Euro. Das bedeutet eine Steigerung von mehr als 6%. Zurückzuführen ist diese Steigerung (die sich auch in den Erlösstatistiken der Kinos niederschlägt) erneut durch die 3D-Technologie, durch die mit einem Aufschlag von bis zu 2,5 Euro auf den Normalpreis deutlich höhere Eintrittspreise verlangt werden können. Kartenpreise liegen in Österreich höher als in Deutschland (7,27 Euro), Italien (6,46 Euro) oder Frankreich (6,32 Euro), aber unter den durchschnittlichen Kartenpreisen in der Schweiz (12,4 Euro) oder Dänemark (10,8 Euro) - siehe dazu auch Marktanteile im Vergleich.
nach oben| Kartenpreis Lade Tabelle
Stand: Dezember 2010
Quelle: Fachverband der Kino-, Kultur- und Vergnügungsbetriebe
 
nach oben| Infrastruktur
Angesichts des gestiegenen Angebots an Sitzplätzen im Jahr 2010 und der gleichzeitig gesunkenen Anzahl der Besuche (laut AKM ist die Gesamtzahl von 18,4 Millionen Besuchen im Jahr 2009 auf 17,3 Millionen Besuche im Jahr 2010 zurückgegangen) hat sich auch die Sitzplatzauslastung verschlechtert. War im Jahr zuvor jeder Sitzplatz im Schnitt 177mal ausgelastet, waren es 2010 nur mehr 166 verkaufte Kinokarten pro Sitzplatz. Die im Burgenland hinzugekommenen Sitzplätze führten dabei zu einem weiteren Absinken der Sitzplatzauslastung in diesem Bundesland, das nun mit deutlichem Abstand den letzten Platz einnimmt. Bis auf Wien, Salzburg und Steiermark müssen alle Bundesländer Rückgänge von mehr als zehn Besuchen pro Sitzplatz hinnehmen.
nach oben| Infrastruktur Lade Tabelle
Stand: Dezember 2010
Quelle: Fachverband der Kino-, Kultur- und Vergnügungsbetriebe
 
nach oben| Digitalisierung
Durch die Initiative der größten österreichischen Kinokette Constantin, die in Wien knapp unter 50% der Säle und Sitzplätze anbietet, in den übrigen Bundesländern einen Marktanteil zwischen 0% (Burgenland) und rund 50% (Salzburg sowie Vorarlberg) aufweist, wurde die Digitalisierung der Kinosäle in Österreich in den vergangenen Jahren deutlich vorangetrieben. Durch diese Initiative sahen sich auch etliche andere Anbieter veranlasst, in die neue Technologie zu investieren. 2010 waren bereits mehr als die Hälfte aller Kinosäle digitalisiert. 2009 waren es 257 digitale Säle, 2010 aber bereits 299. Zwischen den einzelnen Bundesländern gibt es dabei große Unterschiede. Spitzenreiter ist Vorarlberg, wo bereits rund zwei Drittel aller Säle mit digitaler Projektionstechnik ausgestattet sind. In Niederösterreich, Salzburg, Steiermark und Tirol sind es mehr als 50%. In Oberösterreich und Wien liegt der Digitalisierungsgrad bei knapp unter 50%, im Burgenland bei 38%.

Erheblich sind auch die Unterschiede im Digitalisierungsgrad nach der Größe der Kinos. Während in den Kinos mit 8 bis 15 Sälen von den insgesamt 216 Sälen bereits 195 digitalisiert sind, sind es bei den Ein- und Zwei-Saal-Kinos gerade 21 von insgesamt 98 Sälen (Stand Mai 2011).

Die weit fortgeschrittene Digitalisierung der Säle schlägt sich in der Relation von analogen und digitalen Kopien im Kinoeinsatz nieder. Für die im Jahr 2010 gestarteten Filme liegen erstmals Daten zur Verwendung analoger bzw. digitaler Kopien vor. Demnach wurden in Österreich 4.952 analoge Kopien eingesetzt, denen in Summe 4.283 digitale Kopien gegenüberstehen. Die digitalen Kopien haben damit die analogen beinahe eingeholt.
nach oben| Digitalisierung Lade Tabelle
Stand: Dezember 2010
Quelle: Fachverband der Kino-, Kultur- und Vergnügungsbetriebe
 
nach oben| Digitalisierung Kinos Lade Tabelle
Stand: Mai 2011
Quelle: Fachverband der Kino-, Kultur- und Vergnügungsbetriebe
 
nach oben| Digitalisierung Säle Lade Tabelle
Stand: Mai 2011
Quelle: Fachverband der Kino-, Kultur- und Vergnügungsbetriebe