nach oben| Kinobesuche
Verglichen mit dem ungewöhnlich guten Kinojahr 2009 sind die Ergebnisse für 2010 mit insgesamt rund 16,5 Millionen Kinobesuchen (auf Basis der Daten von Rentrak) rückläufig. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das einen Rückgang von 9%, die Anzahl der Besuche liegt aber um rund 1,6 Millionen über den Referenzwerten der Jahre 2007 und 2008. Durch den deutlich gestiegenen durchschnittlichen Kartenpreis ist der Rückgang der Box-Office Ergebnisse um vier Millionen Euro (von 131,6 Mio. Euro auf zuletzt 127,9 Mio. Euro) sehr moderat.
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*/ erstaufgeführte Filme, Wiederaufführungen, Filme mit Kinostart im Jahr 2009, die 2010 auch noch in Auswertung sind
Stand: Juli 2011
Die höhere Anzahl der aufgeführte im Vergleich zu den Vorjahren, liegt in einer Umstellung der Datenerfassung. Es handelt sich dabei um Ergebnisse von Filmen, die 2009 gestartet sind und für die im Jahr 2010 Besuchsergebnisse geführt sind, welche keiner spezifischen Spielwoche in 2010 zugeordnet sind. Dieser Effekt kommt einmalig zu tragen und betrifft nur die Ergebnisse für 2010.
Quelle: Rentrak
 
nach oben| Filmverleih
24 Verleihfirmen haben 2010 Filme zur Auswertung gebracht. Allerdings sind es nur zwölf Verleihfirmen, die mehr als 1% der Besuchsanteile erreichen können. Erneut sind es die sechs Majors (bis auf Constantin alle österreichische Unternehmen mit US-amerikanischen EigentümerInnen), die den Großteil mit rund 83% aller Besuche verzeichnen können. Die übrigen 18 Verleihfirmen teilen sich rund 17% der Besuche. Die Schere zwischen der Anzahl der vertriebenen Filme und der erreichten Besuche in der Unterscheidung der Majors und den übrigen VerleiherInnen geht weiter auf. 83% der Besuche realisierten die sechs Marktführer mit einem Drittel des Angebotes (143 Filme).
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*/ 01.01.10-30.12.10
Stand: Juli 2011
Quelle: Rentrak
 
nach oben| Besuche Filme
Nach dem für den österreichischen Film (an der Kinokasse) sehr erfolgreichen Jahr 2009 mit insgesamt vier heimischen Produktionen unter den Top 50 Filmen des Jahres, schafft es 2010 nur ein österreichischer Film unter die Top 50. „Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott“ kann mit über 195.000 Besuchen den 19. Rang erreichen. Allerdings war dieses Jahr auch für Filme aus anderen Länder als den USA ein schwieriges: 44 der Top 50 Filme stammen aus den USA, zwei weitere sind US-Koproduktionen. Deutschland ist gerade mit drei Produktionen unter den Top 50 vertreten und dabei in einem Fall mit einem prominenten österreichischen Darsteller (Michael Niavarani in „Salami Aleikum“). Fünf der zehn erfolgreichsten Filme des Jahres 2010 sind 3D-Produktionen. Damit kann sich das 3D-Phänomen zumindest vorläufig behaupten und die Steigerungen der durchschnittlichen Kartenpreise können damit erklärt werden.
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*/ 01.01.2010 - 30.12.2010
WA: Wiederaufführung
Quelle: Rentrak
 
nach oben| Besuchsschwellen
Gerade 50 der 425 im Jahr 2010 in den Kinos gezeigten Filme konnten mehr als 100.000 Besuche erzielen. Von diesen 50 Filmen stammen 45 aus den USA. Auch wenn nicht alle 151 US-Filme an der Kasse erfolgreich sind, ist doch der Anteil der erfolgreichen Produktionen aus den USA beeindruckend. Insgesamt 114 Filme, die 2010 im Kino waren, konnten nicht einmal 1.000 Besuche erreichen. Darunter waren immerhin auch 17 US-Filme. 152 Filme konnten zwischen 1.000 und 15.000 Besuche erzielen, darunter sind 28 US-Produktionen. 109 Filme erzielten zwischen 15.000 und 100.000 Besuchen; die US-Produktionen in dieser Kategorie summieren sich auf 61. Damit wird deutlich, dass der Anteil der US-Produktionen mit dem Erfolg an der Kinokasse steigt. Je erfolgreicher ein Film ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass es sich dabei um eine US-amerikanische Produktion handelt.
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2010 im Kino
Quelle: Rentrak
 
nach oben| Verteilung der Besuche und Kopien
Die Verläufe der Besuchsentwicklung von zwei erfolgreichen österreichischen Filmen des Jahres 2010 zeigen unterschiedliche Strategien der Verleihfirmen und auch unterschiedliche Verläufe der Entwicklung der Besuche. Während „Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott“ mit hohen Kopienzahlen startet und in den ersten vier Wochen damit auch die höchsten Besuchszahlen realisieren kann, startete „Am Anfang war das Licht“ mit einer relativ geringen Kopienanzahl. Mit dem großen Erfolg an den Kassen wird die Kopienanzahl nachgezogen, um in den Wochen fünf bis acht mehr als das Doppelte der ersten Woche zu erreichen. Zu diesem Zeitpunkt aber kann das Interesse des Kinopublikums nur mehr geringfügig gesteigert werden, sodass zwischen der Anzahl der bespielten Säle und den erreichten Besuchen doch einige Diskrepanz entsteht. Ein weiterer Unterschied zwischen den Verläufen der beiden Filme liegt in der zweiten Spitze: „Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott“ kann in den Wochen 13 bis 15 eine neuerliche Steigerung der Besuche verzeichnen.
nach oben| Besuchsverteilung "Am Anfang war das Licht"
 
 
nach oben| Kopienverteilung "Am Anfang war das Licht"
 
 
nach oben| Besuchsverteilung "Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott"
 
 
nach oben| Kopienverteilung "Die unabsichtliche Entführung der Frau Elfriede Ott"