nach oben| Vergabevolumen am Beispiel des ORF
Das Vergabevolumen des ORF bezieht sich auf sämtliche Auftrags- und Koproduktionen, die der ORF in der Zeit vom 01.01.- 31.12. des jeweiligen Berichtsjahres mit österreichischen FilmherstellerInnen abgeschlossen hat. Das Volumen umfasst jeweils den Gesamtbetrag, mit dem der ORF an einem Projekt beteiligt ist, bzw. mit dem er dieses finanziert. Das Vergabevolumen beinhaltet auch die ORF Finanzierungsanteile im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens, das im Filmwirtschaftsbericht im Kapitel „Förderungen und Finanzierungen“ detailliert Berücksichtigung findet. Werden Ko-Beiträge Dritter über den ORF eingebracht, so sind sie ebenfalls im Volumen enthalten. Nicht enthalten sind Käufe von österreichischen FilmherstellerInnen sowie Teamanmietungen. Das Vergabevolumen ist dem Auszahlungsvolumen eines Jahres nicht gleichzusetzen. Das Vergabevolumen ohne die Mittel für das Film/Fernseh-Abkommen beträgt 2010 93,7 Mio. Euro. Nach einem Rückgang dieser Mittel in den Jahren 2007 bis 2009 (der Tiefpunkt wurde 2009 mit 83,6 Mio. Euro erreicht) bedeutet das für die Filmwirtschaft eine substanzielle Verbesserung des Auftragsstandes. Der ORF erreicht damit 2010 nominell das Niveau aus dem Filmwirtschaftsbericht für das Jahr 2004.
nach oben| Vergabevolummen 2007-2010
 
 
nach oben| FilmherstellerInnen und Vergabevolumen
Unverändert bleibt nach wie vor die Disparität der Auftragsvergabe eines Großteils der Aufträge an eine kleine Anzahl von Produktionsfirmen. Die Anzahl der FilmherstellerInnen ist von zuletzt 97 (2009) auf insgesamt 104 angestiegen, 34 dieser 104 beauftragten Produktionsunternehmen wurden mit 95% des Vergabevolumens beauftragt, 70 ProduzentInnen mussten sich die verbleibenden 5% teilen. Dies ist vor allem durch die Serienvergaben des ORF bedingt, da hier große Volumina für eine Serie nur geschlossen für die gesamte Staffel an eine Produktionsfirma vergeben werden.
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Quelle: ORF
 
nach oben| Programmaufteilung nach Vergabevolumen
Die deutliche Steigerung des Vergabevolumens zeigt sich in erster Linie in einer merkbaren Anhebung der Mittel für den Film (+65%) sowie für Dokumentation, Magazin und Sonstige (+20%). Die Vergaben für Filme liegen 2010 auf ähnlichem Niveau wie im Jahr 2006 (26,1 Mio. Euro). Vergaben im Genre Show stiegen um 7% gegenüber 2009, bei den Serien ist ein Rückgang von 10% zu verzeichnen.
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Quelle: ORF
 
nach oben| Programmaufteilung nach Minuten
Die Entwicklung der Mittelzuteilung für Ko- und Auftragsproduktionen an österreichische ProduzentInnen zeigt sich auch in den Programmminuten. Gegenüber dem Jahr 2009 konnte der Film um 61% zulegen (aktuell 3.670 Minuten), die Dokumentation um 21% (12.416 Minuten). Auch die Shows verzeichneten mit rund 4% Steigerung mehr Programmminuten, wohingegen die Serienminuten von 4.331 auf 3.863 (- 10,8%) zurückgegangen sind.
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Quelle: ORF
 
nach oben| Produktionen mit Förderungen
Das gestiegene Vergabevolumen des ORF ist vor allem vor dem Hintergrund des wachsenden Fördervolumens von Fernsehproduktionen zu sehen. ORF Produktionen mit Förderungen sind von 5,6 Mio. Euro (2007) auf 17,8 Mio. Euro im Jahr 2010 gestiegen (+19%), die Fördermittel des FERNSEHFONDS AUSTRIA sind von zuletzt 9,1 Mio. Euro auf 14,1 Mio. Euro gestiegen, weitere Förderinstitutionen haben 2010 Beiträge von 6,1 Mio. Euro zugesagt.
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1/ ab 2010 enthält der Betrag der "weiteren Förderer" zusätzlich auch die Zusagen für ORF Produktionen, bei denen der FERNSEHFONDS AUSTRIA nicht beteiligt ist
Quelle: ORF, Filminstitut
 
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Quelle: ORF
 
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Quelle: ORF
 
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Quelle: ORF
 
nach oben| Vergabevolumen des ORF (Dokumentation, Magazin und Kleinaufträge) Lade Tabelle
Quelle: ORF