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Das Vergabevolumen ist die Gesamtheit der Aufträge (Zusagen), die die Fernsehveranstalter an FilmherstellerInnen vergeben haben. Das Österreichische Filminstitut hat die Fernsehveranstalter erneut gebeten, ihre Zahlen zur Verfügung zu stellen. Auf Basis der zur Verfügung gestellten Daten kann das Vergabevolumen auf zumindest 130 Mio. Euro (inklusive Teamanmietungen) geschätzt werden. Obwohl nur die großen nationalen Fernsehbetreiber relevante Beträge genannt haben, ist davon auszugehen, dass das gesamte Vergabevolumen der Fernsehveranstalter nicht wesentlich über diesen erhobenen Beträgen liegt.

Wie schon in den Vorjahren lässt sich auch im Jahr 2010 ein Ansteigen der Gesamtzahl an Fernsehveranstaltern beobachten. Die stärksten Zunahmen verzeichnen weiterhin Kabelrundfunkveranstalter, insbesondere im regionalen und lokalen Bereich. Derzeit (Mitte 2011) sind österreichweit 127 Veranstalter tätig, wobei dabei auch reine Info(text)-Programme mitberücksichtigt sind. Die Anzahl der von den Veranstaltern verbreiteten Programme ist etwas höher, da manche Veranstalter mehrere Programme verbreiten.

Weiterhin stagnierend ist die Zahl an Neuzulassungen im Satellitenbereich, derzeit sind 29 Veranstalter zugelassen. Im Bereich der Terrestrik sind im Jahr 2010 die größten Änderungen zu verzeichnen. Aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung im Fernsehbereich werden nur mehr drei Programme terrestrisch analog verbreitet, im Gegenzug hat die Zahl der terrestrisch digital ausstrahlenden Veranstalter stark zugenommen. Unter Hinzurechnung aller regionaler ORF-Programme und mehrerer neu zugelassener regionaler Programme beträgt die Gesamtzahl terrestrisch digital verbreiteter Programme derzeit 68.

Eine bedeutende Erneuerung für den österreichischen Rundfunkmarkt stellt die 2010 erstmals vergebene Privatrundfunkförderung durch den Privatrundfunkfonds und den Nichtkommerziellen Rundfunkfonds dar, die bei der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH eingerichtet wurden. Die beiden Fonds waren im Jahr 2010 mit insgesamt sechs Millionen Euro (fünf Millionen Euro für den privaten Rundfunk und eine Millionen Euro für den nichtkommerziellen Rundfunk) dotiert, wobei die Fördermittel bis 2013 kontinuierlich ansteigen werden.

Die Mittel dienen der Förderung des österreichischen dualen Rundfunksystems und sollen Rundfunkveranstalter bei der Erbringung eines hochwertigen und vielfältigen Programmangebots unterstützen.
Details allgemein: www.rtr.at/de/m/Fernsehveranstalter
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Quelle: Rundfunk- und Telekom Regulierungs-GmbH
 
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lokale Verbreitung über MUX C wird bei den Bundesländern ausgewiesen, alle ORF-Programme und andere über die Plattformen MUX A und B verbreiteten Programme werden bundesweit ausgewiesen
Quelle: Rundfunk- und Telekom Regulierungs-GmbH