nach oben| Verwertung F+F 09
  • Die Anzahl der Kinobesuche übertrifft nach 2004 erstmals wieder die Grenze von 18 Mio. Tickets.
  • 45 Ö Filme erzielten mit knapp 1,4 Mio. Besuchen das bisher beste Ergebnis der letzten sechs Jahre und einen Marktanteil von 7,7%.
  • Innerhalb des europäischen Films beträgt der Marktanteil 33,5%.
  • Vier Ö Filme kamen in die Top 50: „Der Knochenmann“, „Wüstenblume“, „Hexe Lilli - Der Drache und das magische Buch“ und „Echte Wiener - Die Sackbauer-Saga“.
  • Außerhalb Österreichs erzielten österreichische Filme 2009 über 5 Mio. Besuche, mehr als das Zweieinhalbfache des Vorjahres.
  • Knapp 45% der Kinosäle sind bereits digitalisiert (257), das ist ein Zuwachs von 174 Sälen im Jahr 2009.
  • 97 von 577 Kinosälen sind 3D-Säle.

Die Erfassung und Bereitstellung der BesucherInnenzahlen erfolgt durch Rentrak (vormals Nielsen EDI), einem unabhängigen, international tätigen Dienstleister für die Film- und Kinowirtschaft auf Basis der vom Verleih gemeldeten Zahlen.

Rentrak bietet die Dienstleistungen weltweit in den wichtigsten internationalen Märkten an. Seit 1998 erfasst Rentrak die Einspielergebnisse der Kinos in Österreich. Kerngeschäft ist die Overnight-Abfrage von Besucher- und Box Office-Ergebnissen in den Kinos im Auftrag der Verleihfirmen. Rentrak erfasst aber auch die Gesamtergebnisse (Summary Data) aller Filme am Markt, basierend auf den Meldungen der Verleihfirmen. Neben den Kinoumsätzen und Besucherzahlen werden auch allgemeine und spezifische Filminformationen, wie etwa die Herkunftsländer in die Datenbank aufgenommen. Diese Informationen können auf einer Vielzahl von Quellen basieren u.a. auf Angaben der Produktionsfirmen, der Filmfestivals, Verleihfirmen, Förderanstalten oder der Fachpresse.

Insbesondere bei einer längeren Auswertungsdauer kann es zwischen den von Rentrak erfassten Daten und dem tatsächlichen Gesamtergebnis des lokalen Verleihs zu geringfügigen Differenzen kommen. Befindet sich ein Film nach seiner Erstauswertung in einer wirtschaftlich nicht mehr relevanten Auswertungsphase, erfasst der Verleih teilweise die detaillierten wöchentlichen Umsatz- und Besuchermeldungen nicht mehr und übermittelt diese dann auch nicht länger an Rentrak. Um eine größtmögliche Genauigkeit und Vollständigkeit der Besuchsdaten zu gewährleisten, wurde auf Initiative des Filminstituts den Verleihfirmen die Möglichkeit geboten, die Zahlen dem tatsächlichen Gesamtstand anzupassen.

Traditionell stellt in Österreich die AKM (Verwertungsgesellschaft der Autoren, Komponisten, Musikverleger) die Gesamtanzahl der Kinobesuche fest. Diese Daten werden vom Fachverband der Kino-, Kultur- und Vergnügungsbetriebe zur Verfügung gestellt.

Durch unterschiedliche Erfassungsmethoden liegen die Werte für Kinobesuche bei der AKM deutlich über den Werten von Rentrak. Während Rentrak die Meldungen der Verleihfirmen erfasst, berücksichtigt die AKM die Daten auch von Kurzfilmen, Open Air-Aufführungen und Nachspielkinos (Aufführungen nach der regulären Erstauswertung).

Aus Gründen der internationalen Vergleichbarkeit und der Datentiefe werden bei den Angaben zu Kinobesuchen, gezeigten Filmen, etc., die Zahlen von Rentrak verwendet. Für detaillierte Informationen zur Kinoinfrastruktur, differenziert nach einzelnen Bundesländern, werden die Angaben der AKM verwendet.