nach oben| Kinosäle und Sitzplättze 2006-2009
Seit mehreren Jahren bleibt die Gesamtheit der Kinosäle und der Sitzplätze weitgehend stabil, die Struktur der Kinos ändert sich jedoch. Kinos mit weniger als fünf Sälen nehmen ab, die Mehrsaalkinos aber werden mehr. Aktuell entfallen bereits 61% aller Sitzplätze auf Kinos mit mehr als fünf Sälen. Umgekehrt sind es aber immer noch 39% in Kinos mit weniger als fünf Sälen, 2008 waren es noch unter 60%. Diese 61% der Sitzplätze werden von rund einem Fünftel der Kinobetriebe bereitgestellt. Fast 50% des Sitzplatzangebotes entfällt auf Multiplexe (Kinos mit mehr als acht Sälen).
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Stand: Dezember 2009
Quelle: Fachverband der Kino-, Kultur- und Vergnügungsbetriebe
 
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Stand: Dezember 2009
Quelle: Fachverband der Kino-, Kultur- und Vergnügungsbetriebe
 
nach oben| Kartenpreis 2006-2009
Nach Jahren nominell stagnierender (und damit real sinkender) Kartenpreise ist für 2009 eine auffällige Steigerung der durchschnittlichen Kartenpreise zu verzeichnen. Die 6%ige Steigerung des Ticketpreises von 2008 auf 2009 ist in erster Linie auf die Aufschläge der sehr erfolgreichen 3D-Filme und der digitalen Filme zurückzuführen. Verglichen mit Deutschland (6,67 Euro), Italien (6,08 Euro) oder Frankreich (6,14 Euro) sind Kinokarten in Österreich teurer.
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Quelle: Fachverband der Kino-, Kultur- und Vergnügungsbetriebe
 
nach oben| Infrastruktur
Die höchste Auslastung der vorhandenen Sitzplätze/Besucheranteile verzeichnen so wie im Jahr 2008 die Vorarlberger Kinos, was vor allem auf die gute Auslastung des Multiplex in Hohenems mit mehr als 2.200 Sitzplätzen zurückzuführen ist, das fast 50% des Sitzplatzangebotes in Vorarlberg repräsentiert. Mit geringem Abstand folgen Oberösterreich (193 Besuche pro Sitzplatz) und Steiermark (181 Besuche). Wien erzielte mit einer Auslastung von 176 Besuchen eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr.
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Stand: Dezember 2009
Quelle: Fachverband der Kino-, Kultur- und Vergnügungsbetriebe
 
nach oben| Digitalisierung
Mit Ende 2009 waren in Österreich 257 der insgesamt 577 Kinosäle digitalisiert (97 davon als 3D-Säle). Damit sind knapp 45% der Kinosäle auf die neue Technologie umgerüstet. Im Jahr 2008 waren es lediglich 83 Säle bzw 14%. Bei Kinos mit ein bis zwei Sälen liegt die Digitalisierungsquote bei 9%.

Mit der teuren Digitalisierung ist eine weitere Strukturveränderung der heimischen Kinolandschaft zu erwarten, da vor allem Erstaufführungskinos über höhere Ticketpreise und VPFs (Virtual Print Fees) der amerikanischen Verleihfirmen eine rasche Amortisation ihrer Investitionen erwarten dürfen. Die vereinzelt mit digitaler Technik ausgestatteten Programm- und Arthouse-Kinos verwenden häufig Technologien, die nicht den amerikanischen Standards entsprechen. Zusätzlich werden die zunehmende Verbreitung von Filmen in digitaler Form und der kürzere Einsatz in den Kinos dieser Konzentration weitere Dynamik verleihen. 2009 wurden erst zwei Filme ausschließlich digital vertrieben, 190 Filme aber bereits digital und analog angeboten. Da die VerleiherInnen aus Kostengründen den digitalen Vertrieb verstärken werden, ist zu erwarten, dass das Angebot an analogen Filmen für die Kinos zunehmend knapper wird. Damit wird für die kleineren Kinos, die Programm- und Arthouse-Kinos, die im Regelfall die Versorgung mit Kinos außerhalb der Städte sicherstellen, die ökonomische Situation schwieriger.