nach oben| Unternehmen, Umsätze und Beschäftigte
Die im Vorjahr begonnene Kooperation mit Statistik Austria wurde für den vorliegenden Bericht vertieft und erlaubt nun neben einer summarischen Darstellung der Unternehmen, deren Umsätzen und der Beschäftigten auch eine Einsicht in die Wertschöpfung. Die hier genannten Werte beziehen sich auf Angaben aus der Leistungs- und Strukturstatistik 2008.

Mit einem Gesamtumsatz von 690,7 Mio. Euro kann nun erstmals auch die gesamtwirtschaftliche Bedeutung der Filmindustrie mit ihren 2.164 Unternehmen entsprechend untermauert werden. Im Jahresschnitt wurden mehr als 6.800 Menschen beschäftigt, 4.735 davon unselbständig.

Einige Aspekte in dem Wertschöpfungscluster „Filmwirtschaft“ sind jedoch aufgrund der Klassifikationssituation nicht in aller Detailliertheit darstellbar. Dazu zählen in erster Linie die Zulieferungen, die lediglich im Bereich Nachbearbeitung durch die Systematik der Wirtschaftstätigkeiten der Statistik Austria erfasst werden, die Festivals und die TV-Veranstalter mit dem Aspekt der filmrelevanten Umsätze.
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Quelle: Statistik Austria, Leistungs- und Strukturstatistik 2008
 
nach oben| Unternehmen
Nach Angaben der Statistik Austria sind 2.164 Unternehmen in den hier erfassten Bereichen der Filmbranche tätig. Auf die Herstellung von Filmen entfällt mit 75,7% die große Mehrheit aller Unternehmen der Branche, überwiegend sind es Produktionsfirmen aus dem Kino- und Fernsehbereich. Etwa 11% aller Unternehmen entfallen auf Videotheken, Kinos summieren sich zu knapp 6% der Unternehmen und jeweils knapp 4% entfallen auf Nachbearbeitung bzw. Verleih und Vertrieb. Aktuell sind es 1.637 Unternehmen, die den Schwerpunkt ihrer Tätigkeit in der Produktion von Filmen sehen. 2001 waren es nach der Untersuchung „Die österreichische Filmwirtschaft 2001 - 2003“/Triconsult nur etwa 900 Unternehmen. Das bedeutet eine Zunahme von 81% in nur sieben Jahren. In erster Linie sind diese Zuwächse auf die deutliche Zunahme von Ein-Personen-Unternehmen (EPU) zurückzuführen. Wer früher über einen Werkvertrag für einzelne Produktionen beschäftigt wurde (oder temporär beschäftigt war), ist nun meist als EPU mit eigenem Gewerbeschein tätig.
nach oben| Anzahl der Unternehmen
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Quelle: Statistik Austria, Leistungs- und Strukturstatistik 2008
 
nach oben| Unternehmen in %
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Quelle: Statistik Austria, Leistungs- und Strukturstatistik 2008
 
nach oben| Umsatzerlöse
Von den 690,7 Mio. Euro Umsätzen, die die Branche in den erfassten Segmenten erwirtschaftet hat, entfallen rund 60% auf die Herstellung von Filmen (49% auf Kino- und Fernsehfilm, 7,9% auf Werbefilm und 3,5% auf Wirtschaftsfilm). Damit entspricht der Anteil der Umsätze der Produktionsfirmen weitgehend dem Anteil der Beschäftigten (nicht aber dem Anteil an den Personalkosten).

Der Umsatzanteil der Produktionsfirmen liegt deutlich unter deren nominellem Anteil an den Unternehmen in der Branche. Ebenfalls deutlich geringere Umsatzanteile, als das aufgrund der Anzahl der Unternehmen zu erwarten wäre, erzielten die Videotheken mit 7,3% Anteil am Branchenumsatz. Überdurchschnittliche Anteile am Gesamtumsatz erzielten der Verleih (9,9%) und vor allem die Kinos. Mit 5,7% aller Unternehmen erreichten die Kinos 20,6% der Umsätze.
nach oben| Umsatzerlöse in 1.000 Euro
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Quelle: Statistik Austria, Leistungs- und Strukturstatistik 2008
 
nach oben| Umsatzerlöse in %
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Quelle: Statistik Austria, Leistungs- und Strukturstatistik 2008
 
nach oben| Beschäftigte
2001 waren mehr als 1.800 Beschäftigte in Produktionsunternehmen tätig, 2008 sind es doppelt so viele: 3.622. Dem stehen aber auch deutlich gewachsene Umsätze gegenüber. Waren es 2001 rund 200 Mio. Euro Jahresumsatz in der Filmproduktion, sind es 2008 etwa 417 Mio. Euro. Das entspricht einer Steigerung um 109%. Mehr als 6.800 Menschen finden im Jahresdurchschnitt ihre Beschäftigung in der Filmbranche. Als ArbeitgeberInnen sind die Kinos überproportional vertreten: Nur etwa 6% der Unternehmen beschäftigen 28,2% der MitarbeiterInnen in der Filmwirtschaft. Demgegenüber beschäftigt die Kino- und Fernsehfilmherstellung mit etwa 64% aller Unternehmen nur knapp 45% aller MitarbeiterInnen. Das hängt eng mit der kleinbetrieblichen Struktur der Filmwirtschaft zusammen. Von den 1.389 Unternehmen der Kino- und Fernsehfilmherstellung beschäftigen gerade 37 mehr als neun Beschäftigte. Bei den Kinos sind das aber vergleichsweise hohe Anteile. Von insgesamt 123 Kinobetrieben hatten 40 zehn oder mehr Beschäftigte.

Mit diesen 6.801 Arbeitsplätzen sichert die Filmwirtschaft 0,2% aller Arbeitsplätze in Österreich. Im Produktions- und Dienstleistungsbereich entspricht der Anteil der in der Filmwirtschaft Beschäftigten 0,3%.

Für die ArbeitgeberInnen bedeutet das einen Personalaufwand von fast 132 Mio. Euro. Durch die vergleichsweise höhere Entlohnung machen die von Kino- und FernsehproduzentInnen aufgewendeten Personalkosten mehr als die Hälfte der Personalkosten der gesamten Branche aus. Demgegenüber sind MitarbeiterInnen in Kinos - obwohl sie ca. 28% der Beschäftigen ausmachen - für lediglich 20% der Personalkosten verantwortlich. Ähnlich niedrig ist auch das Niveau in den Videotheken, wo 13% aller Beschäftigten der Branche in Summe 5% des Personalaufwandes ausmachen. Zu den vergleichsweise höher zahlenden Bereichen zählen neben den Filmproduktionen auch die Herstellung von Werbefilmen und der Verleih. Die Produktionsunternehmen unterscheiden sich vom Rest der Branche aber dadurch, dass hier sehr häufig kurzfristige Beschäftigungsverhältnisse (für die Dauer einer Produktion) eingegangen werden und daher die Personalkosten deutlich über dem Schnitt liegen. Für den einzelnen Beschäftigten bedeutet das, dass im Jahresschnitt das Einkommen oft deutlich niedriger ist als bei kontinuierlich Beschäftigten.
nach oben| Beschäftigte gesamt
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Quelle: Statistik Austria, Leistungs- und Strukturstatistik 2008
 
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Quelle: Statistik Austria, Leistungs- und Strukturstatistik 2008
 
nach oben| Personalaufwand
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Quelle: Statistik Austria, Leistungs- und Strukturstatistik 2008
 
nach oben| Struktur der Unternehmen
Der Fachverband der Film- und Musikindustrie erhebt jährlich im eigenen Wirkungsbereich die Zahlen sämtlicher Gewerbeberechtigungen. Unterschieden wird dabei zwischen EPUs und Unternehmen, die auch MitarbeiterInnen über die Inhaberschaft hinaus beschäftigen. Diese Daten sind mit den Zahlen von Statistik Austria nur bedingt vergleichbar, da hier alle Gewerbeberechtigungen gezählt werden, unabhängig vom Tätigkeitsschwerpunkt dieser Unternehmen und von der Zahl der Standorte. In Summe weist der Fachverband für das Jahr 2009 2.948 Gewerbeberechtigungen aus. Die Anzahl der Unternehmen ohne MitarbeiterInnen ist dabei von 1.987 im Jahr 2008 auf 2.275 gestiegen.
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nach oben| Produktionswert fertiggestellter Filme
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nach oben| Produktionswert fertiggestellter Filme
Eine weitere Maßzahl stellt der Produktionswert fertiggestellter Filme des Fachverbands dar. Es ist dies der österreichischer Anteil an den Gesamtherstellungskosten aller in einem Jahr fertiggestellten Filme. Der Fachverband der Film- und Musikindustrie erhebt bei seinen Mitgliedern jährlich diesen Wert. Für 2009 beträgt dieser 160,5 Mio. Euro (minus 15 Mio. Euro gegenüber 2008), auf Kinofilme entfallen davon 27,2 Mio. Euro, auf Fernsehfilme 97,2 Mio. Euro.
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