nach oben| Filmpreise
  • Der Kinofilm „Das weiße Band - Eine deutsche Kindergeschichte“ von Michael Haneke (Wega Film) wird in Cannes mit der „Goldenen Palme“ ausgezeichnet und erhält den European Film Award in drei Kategorien: European Film, European Director und European Screenwriter.
  • Mit dem Spielfilm „Revanche“ von Götz Spielmann war Österreich 2009 erneut für den „Auslands-Oscar“ nominiert.
  • „Echte Wiener - Die Sackbauer-Saga“ (Produktion Bonus Film, Verleih Thim Film) gewinnt den Besucherpreis „Golden Ticket“ der österreichischen Fachverbände.
  • In Los Angeles (US International Film & Video Festival) erhielten österreichische Wirtschafts-, Image- und Bildungsfilme fünf Auszeichnungen, darunter zweimal die „Gold Camera“.
  • Für den Werbefilm war 2009 in Cannes ein gutes Jahr mit insgesamt sechs „Lions“, darunter die Goldenen Löwen in den Kategorien Design (Gut Oggau/Jung von Matt) und Cyber (Bank Transfer job-AD/Draft FCB Kobza).
  • „Reininghaus 017“/Airbone Motion Pictures wurde 2009 mit dem österreichischen Staatspreis für Wirtschaftsfilme ausgezeichnet.

Filmfestivals sind periodisch stattfindende, kulturelle Veranstaltungen mit Event-Charakter, die Produzenten und Filmemachern die Chance geben, international auf sich aufmerksam zu machen und Vertriebswege für ihre Filme zu erschließen. Filmfestivals wie Berlin, Cannes oder Toronto haben zudem jeweils eine Filmmesse (Filmmarkt) angeschlossen.

Ein weltweiter Anstieg der Anzahl von Filmfestivals (ein Trend, der besonders seit den 1990er Jahren zu beobachten ist), lässt sich zum Teil durch das Aufkommen neuer digitaler Technologien in der Filmherstellung und -projektion und durch intensiveres Standortmarketing erklären. Allein in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union finden laut ECFF (European Coordination of Film Festivals)
an die 800 Filmfestivals statt, darunter ungefähr 160 Kurzfilmfestivals.

Die bedeutendsten Kinofilmfestivals sind so genannte A-Festivals. Als A-Festivals gelten Filmfestspiele mit internationalem Wettbewerb, die beim Filmproduzentenverband FIAPF akkreditiert sind.
Im Jahr 2009 gab es folgende dreizehn A-Festivals:
  • Internationale Filmfestspiele Berlin (Deutschland, Februar)
  • Festival de Cannes (Frankreich, Mai)
  • Shanghai International Film Festival (China, Juni)
  • Moscow International Film Festival (Russland, Juni)
  • Karlovy Vary International Film Festival (Tschechien, Juli)
  • Festival Internazionale del film Locarno (Schweiz, August)
  • World Film Festival Montréal (Kanada, August/September)
  • Mostra del Cinema di Venezia (Italien, September)
  • Festival Internacional de Cine de San Sebastián (Spanien, September)
  • Warsaw Film Festival (Polen, Oktober)
  • Tokyo International Film Festival (Japan, Oktober)
  • Festival Internacional de Cine de Mar del Plata (Argentinien, November)
  • Cairo International Film Festival (Ägypten, November)

Die Teilnahme an ausgewählten Wettbewerben internationaler Filmfestivals sowie Preise und Auszeichnungen qualifiziert österreichische Kinofilme auch als Referenzfilme im Rahmen der erfolgsabhängigen Filmförderung des Österreichischen Filminstituts. Die Referenzmittel sollen anspruchsberechtigten Produzenten die Grundfinanzierung für die Herstellung bzw. die Entwicklung eines neuen Projekts nach eigener Entscheidung ermöglichen.

Im Jahr 2009 haben fünf Filme aufgrund von Teilnahmen, Preisen und Auszeichnungen bzw. Besucherzahlen die Voraussetzung für den Anspruch auf Referenzmittel beim Filminstitut erfüllt: „Das Vaterspiel“, Lotus Film, Regie: Michael Glawogger (Berlin - Panorama Special), „Das weiße Band - Eine deutsche Kindergeschichte“, Wega Film, Regie: Michael Haneke (Cannes - Goldene Palme), „Der Knochenmann“, Dor Film, Regie: von Wolfgang Murnberger (Berlinale - Panorama Special in Kombination mit den Besucherzahlen), „Lourdes“, Coop 99 Film, Regie: Jessica Hausner (Venedig - Wettbewerb) und „Universalove“, KGP Kranzelbinder Gabriele Production, Regie: Thomas Woschitz (Max Ophüls Preis).

Die Filme werden entsprechend ihrer primären Verwertung zugeordnet.