nach oben| Verwertung F+F 08
  • Die Anzahl der Kinobesuche ist mit rund 14,8 Mio. Besuchen gegenüber 2007 annähernd gleich geblieben.
  • Auffallender Rückgang der erstaufgeführten Kinofilme 2008: 268 (-34 Filme, 2007).
  • 39 Ö Filme erzielten mit 973.000 verkauften Tickets das seit langem beste Ergebnis für heimische Produktionen. Mit 6,6% (EDI Nielsen) hat sich der Marktanteil österreichischer Filme im Vergleich zu 2007 verdreifacht. Innerhalb des europäischen Films können österreichische Filme einen Marktanteil von knapp 25% erzielen.
  • Fünf Ö Filme kamen in die Top 50: „Echte Wiener – Die Sackbauer-Saga“, „Let‘s make MONEY“, „Die Fälscher“, „Falco – Verdammt wir leben noch!“ und „Nordwand“.
  • Seit nunmehr vier Jahren bewegt sich die Anzahl der Kinosäle zwischen rund 570 und 580, die der Sitzplätze zwischen 102.000 und 103.000. Die Mehrzahl der Sitzplätze entfällt auf Kinos mit acht bis elf Sälen. Der Kinomarkt hat sich damit auf einem bestimmten Niveau stabilisiert.
  • 83 der insgesamt 577 Kinosäle sind digitalisiert (21 davon sind 3D-Säle), was einer Umrüstung auf die neue Technologie im Ausmaß von rund 14% entspricht. Das ist im europäischen Vergleich ein hoher Standard.
  • Verkauf und Verleih von DVDs erreichen in Österreich vermutlich einen Umsatz von rund 200 Mio. Euro. Der Verleih kommt auf 52 Mio. Euro, der Verkauf auf 130 - 170 Mio. Euro.

Die Erfassung und Bereitstellung der Besucherzahlen erfolgt durch Nielsen EDI, einen unabhängigen, international tätigen Dienstleister für die Film- und Kinowirtschaft.

Nielsen EDI bietet seine Dienstleistungen in den wichtigsten internationalen Märkten an. Seit 1998 erfasst Nielsen EDI die Einspielergebnisse der Kinos in Österreich. Kerngeschäft ist die Overnight Abfrage von Besucher- und Box Office-Ergebnissen in den Kinos im Auftrag der Verleiher. Nielsen EDI erfasst aber auch die Gesamtergebnisse (Summary Data) aller Filme am Markt, basierend auf den Zahlenmeldungen der Verleiher. Neben den Kinoumsätzen und Besucherzahlen erfasst Nielsen EDI auch allgemeine und spezifische Filminformationen, die – wie etwa die Reihenfolge der Herkunftsländer – in die Datenbank aufgenommen werden. Diese Informationen können auf einer Vielzahl von Quellen basieren u.a. auf Angaben der Produktionsfirmen, der Filmfestivals, Verleiher, Förderanstalten oder der Fachpresse.

Insbesondere bei einer längeren Auswertungsdauer kann es zwischen den von Nielsen EDI erfassten Daten und dem tatsächlichen Gesamtergebnis zu geringfügigen Differenzen kommen. Befindet sich ein Film nach seiner Erstauswertung in einer wirtschaftlich nicht mehr relevanten Auswertungsphase, kann der Verleih die detaillierten wöchentlichen Umsatz- und Besuchermeldungen zum Teil nicht mehr erfassen und damit nicht länger an Nielsen EDI übermitteln. Um eine größtmögliche Genauigkeit und Vollständigkeit der Besucherdaten zu gewährleisten, wurde auf Initiative des Filminstituts erstmals versucht, die Daten in Zusammenarbeit zwischen Nielsen EDI und den jeweiligen Verleihern dem tatsächlichen Gesamtstand anzupassen.

Traditionell stellt in Österreich die AKM (Verwertungsgesellschaft der Autoren, Komponisten, Musikverleger) die Gesamtanzahl der Kinobesuche fest. Durch unterschiedliche Erfassungsmethoden liegen die Werte für Kinobesuche bei der AKM deutlich über den Werten von Nielsen EDI. Während Nielsen EDI Aufführungen in gewerblichen Kinos erfasst, sammelt die AKM die Daten bei den einzelnen Kinos und berücksichtigt etwa auch Kurzfilme, Open Airs oder Freikarten.

Aus Gründen der internationalen Vergleichbarkeit und der Datentiefe werden bei den Angaben zu Kinobesuch, gezeigten Filmen, etc., die Zahlen von Nielsen EDI verwendet. Für detaillierte Informationen zur Kinoinfrastruktur, differenziert nach einzelnen Bundesländern, werden die Angaben der AKM verwendet.