nach oben| Förderung und Finanzierung
  • 2008 betrugen die Bundes- bzw. Ländermittel der neun Förderinstitutionen, die Film unter kulturellen und wirtschaftlichen Aspekten fördern, 41,4 Mio. Euro (+5,5%).
  • Die durchschnittlichen Kosten eines geförderten österreichischen Kinospielfilms beliefen sich auf 1,8 Mio. Euro, die der Koproduktionen auf rund 3 Mio. Euro. Hingegen belaufen sich die durchschnittlichen Kosten eines geförderten österreichischen Fernsehspielfilms auf 2 Mio. Euro, die einer Fernsehkoproduktion auf rund 2,5 Mio. Euro.
  • Die Auszahlungsbeträge aller Förderinstitutionen und des ORF (Film/Fernseh-Abkommen) betrugen rund 58 Mio. Euro, davon 28,3 Mio. von den drei Bundesförderstellen, 8,3 Mio. Euro vom ORF (Film/Fernseh-Abkommen) und 21,1 Mio. Euro zahlten die 15 regionalen Förderstellen aus.
  • Die Anzahl der geförderten Kinofilme sank von 40 auf 33, die Anzahl der Dokumentarfilme ist nach einem Höchststand 2007 (21) auf 14 Filme gesunken. Bei den Fernsehproduktionen ist insgesamt ein Anstieg in den letzten drei Jahren auf 66 geförderte Filme zu erkennen, es werden aber nach wie vor etwa doppelt so viele Dokumentar- wie Spielfilme gefördert.
  • Einige Länderförderungen unterstützen auch ausländische Produktionen zur Förderung des Tourismus.
  • Das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur, sowie die neun Landeskulturförderer, die nach künstlerischen Aspekten Förderungen aussprechen, zahlten 15,6 Mio. Euro an Förderungsmittel aus.

Die Daten im Kapitel Förderungen und Finanzierungen beruhen auf den Angaben der einzelnen Institutionen.

Zeitpunkt der Datenerfassung ist Frühjahr/Sommer 2009, spätere Änderungen sind nicht berücksichtigt. Nicht realisierte Projekte wurden in den Bericht nicht aufgenommen. Damit kommt es fallweise zu Differenzen mit den individuellen Jahresberichten der Förderstellen.

Die Einteilung der Sparten erfolgt nach den Kernbereichen – Stoffentwicklung, Projektentwicklung, Herstellung und Verwertung (berücksichtigt sind Kinostarts und Festivalteilnahmen einzelner Filme). Die weiteren Förderbereiche werden der Einfachheit halber unter „sonstige Förderungen“ zusammengefasst. Je nach Förderstelle fallen darunter z.B. auch die Förderungen der Jahrestätigkeiten von Institutionen.

Als österreichische Filme gelten österreichische und österreichisch/ausländische Gemeinschaftsproduktionen, unabhängig davon, ob es sich dabei um österreichische Mehrheits- oder Minderheitsproduktionen handelt. Kofinanzierungen („finanzielle Gemeinschaftsproduktionen“) sind ausländische Filme mit österreichischer finanzieller Beteiligung. Im Falle einer Förderung durch das Österreichische Filminstitut setzt dies eine Vereinbarung auf Gegenseitigkeit des Österreichischen Filminstituts mit einer entsprechenden ausländischen Förderungsinstitution voraus. Kofinanzierungen werden nur bei Angaben von Förderungen berücksichtigt, nicht jedoch bei der Verwertung.

Unter „ausländische Produktionen“ (auch „incoming productions“) fallen Vorhaben, die keine oder eine zu geringe österreichische künstlerische, technische und finanzielle Beteiligung haben, um den Voraussetzungen zur Erlangung eines österreichischen Ursprungszeugnisses zu entsprechen und der ausländische Produzent keine Niederlassung in Österreich hat.

Die gemeinsame Finanzierung von Filmvorhaben durch Filmförderinstitutionen und anderen Geldgebern macht es notwendig, zwischen „Förderung“ und „Finanzierung“ zu unterscheiden. Unter „Förderung“ sind jedenfalls materielle Vorteile ohne unmittelbare Gegenleistung zu verstehen, die von der öffentlichen Hand an Unternehmen geleistet werden. Beispiel für „Finanzierungen“: Der ORF erhält für seine Mitfinanzierung im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens Senderechte und ist an den Einspielergebnissen der Filme beteiligt.