facts+figures
nach oben| Verwertung f+f 07
  • Die Anzahl der Kinobesuche ist mit 15 Millionen deutlich gegenüber den Vorjahren gesunken.
  • 32 österreichische Filme erreichten einen nationalen Besucheranteil von 1,9 Prozent, innerhalb des Samples der europäischen Filme von 9%.
  • Im Jahr 2007 erreichte der Film „Die Fälscher“ 34.000 Kinobesuche und erhielt nach seiner „Oscar“-Prämierung 2008 einen enormen Verwertungsschub: insgesamt 188.541 Kinobesuche.
  • Kinosituation – Die US-Verleihe beherrschen mit ihren Filmen ungebrochen den Markt, mit einem Besucheranteil von rund 78%.
  • Mit der Anzahl von 302 Erstaufführungen wurde 2007 ein neuer Rekord erreicht. Damit steigt auch der Druck auf anspruchsvolle Filme, die auf eine längere Laufzeit ausgelegt sind.
  • Österreichischer Kinofilm im Fernsehen: Von den 39 geförderten Kinofilmen, die der ORF 2007 ausgestrahlt hat, erreichten elf Filme mehr als 100.000 Zuschauer.
  • Über 500.000 DVDs der DVD-Edition „Der Österreichische Film“ wurden bislang abgesetzt, mit 0,1% des gesamten DVD-Angebots in Österreich konnte ein Marktanteil von 6% erreicht werden.


Österreichische Filme weisen einen geringen Besucheranteil am heimischen Kinomarkt auf. Dass in der gesamten Verwertungskette dennoch höheres Potenzial liegt, zeigt sich an den Verkaufszahlen der DVD Edition „Der Österreichische Film“ oder an Quoten österreichischer Filme im ORF.
Ziel der österreichischen Filmpolitik muss in den nächsten Jahren eine stärkere Wahrnehmung des österreichischen Films und eine stärkere Erschließung internationaler Kinomärkte sein.


Für die kommerzielle Auswertung von Kinofilmen besteht folgende Verwertungskette: Kino, Leih-DVD, Kauf-DVD, Pay-TV, Free-TV. Oft amortisiert sich ein Film erst viele Jahre nach seiner Herstellung. Eine optimale Verwertungskette und ein „langer Atem“ des Produzenten/der Rechteinhaber sind wesentliche Voraussetzungen dafür, dass ein Film die Gewinnzone erreicht.

Entscheidend für den Erfolg eines Films im Kino sind folgende Faktoren: die filmische Qualität, das Genre, der Werbeaufwand und der Erfolg am ersten Wochenende. Je mehr Kopien im Einsatz sind, desto höher die Erfolgschancen. Den Entwicklungen der vergangenen Jahre zufolge hat sich der Kopienschnitt großer Filme stark erhöht. „Piraten der Karibik 3“ lief 2007 zum Beispiel mit 176 Kopien. D.h. nahezu jeder dritte Kinosaal in Österreich war mit diesem Film besetzt und damit für den Einsatz eines anderen Films blockiert. Der Wettbewerb bei Kinostarts hat sich damit massiv erhöht. Das heißt aber auch, dass ein Film bereits nach zwei Wochen vom nächsten Kinostart verdrängt werden kann, sofern die Besuchererwartungen nicht erfüllt werden.