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Filmförderung ist grundsätzlich Kulturförderung. Generell gilt aber, dass auch in der Kulturpolitik wirtschaftliche Aspekte eine wichtige Rolle spielen. Kulturpolitik wird weder durch standort- noch durch sozialpolitische Motive geleitet, sondern gilt einem Kulturgut, hier im Speziellen dem eigenproduzierten Film. Kulturpolitische Ziele sind: die Erhaltung der kulturellen Vielfalt, die Sicherung der ästhetischen Qualität, das Erreichen eines definierten Publikums.

Der Erfolg an den Kinokassen muss als ein kulturpolitisches Ziel gesehen werden. Denn auch ambitionierte Filme haben ihr Publikum zu erreichen, andernfalls macht Filmförderung nicht nur wirtschaftlich, sondern auch kulturell keinen Sinn.

BUNDESFILMFÖRDERUNG
Ziele der Filmförderung des Bundes sind:
  • die Verbesserung der ökonomischen Leistungsfähigkeit des österreichischen Films durch die Förderungs- und Beratungstätigkeit des Österreichischen Filminstituts,
  • die Förderung des künstlerischen Films (ohne Rücksicht auf wirtschaftliche Rentabilität) durch das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur,
  • die Förderung des eigenproduzierten Fernsehfilms durch den FERNSEHFONDS AUSTRIA,
  • die Gestaltung günstiger rechtlicher Rahmenbedingungen für den österreichischen Film (Filmförderungsgesetz, Filmabkommen),
  • die Präsentation der österreichischen Filme über die „Diagonale“, die „Austrian Film Commission“ und „SixPack“ (Avantgarde- und Kurzfilm) sowie des Medienstandorts Österreich durch die „Location Austria“ im In- und Ausland.

Diese fünf Bereiche zielen ganz klar auf eine verbesserte wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des österreichischen Films ab. Denn als Grundvoraussetzung gilt: nur ein wirtschaftlich leistungsfähiger Film kann seine kulturelle Rolle im In- und Ausland angemessen wahrnehmen.

Ergänzt wird die Filmförderung des Bundes im Bereich des Kinofilms durch eine Filmfinanzierung des Österreichischen Rundfunks auf der Grundlage des 1981 zwischen Filminstitut und ORF abgeschlossenen Film/Fernseh-Abkommens.

REGIONALE FILMFÖRDERUNGEN
Schwerpunkt der regionalen Filmförderungen ist die Herstellungsförderung. Ziel ist, die Medienstandorte der Länder zu stärken. Damit ist die Filmförderung ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für die mittelständische Industrie. Bei der Vergabe von Fördermitteln spielt die Erzielung von überwiegend wirtschaftlichen Regionaleffekten eine wichtige Rolle.

Die verschiedenen Förderungsinstitutionen verfolgen mit ihrer Subventionspolitik vor allem drei Zielstrategien: den Tourismus, die Kultur und das Wirtschaftswachstum. Alle drei Strategien haben gemeinsam, dass sie den Einsatz von Produktionssubventionen bedingen: Der Publikumserfolg einer Produktion hat auf die Regionaleffekte kaum Einfluss, wirkt sich aber langfristig positiv auf das Image des Produktionsstandortes aus. Zudem bringt der Erfolg einen Kapazitätseffekt und damit Wachstumsnutzen sowie touristische Werbewirkung.