facts+figures
nach oben| Filmwirtschaft f+f 07
  • Seit 1994 hat sich die Anzahl der Produktionsfirmen verdreifacht. 90% aller Unternehmen der Filmwirtschaft sind Ein-Personen-Unternehmen (EPU). Für EPUs sind Langfristigkeit und Nachhaltigkeit anzuzweifeln. Das bringt eine labile Marktstruktur, die filmpolitische Maßnahmen schwierig macht.
  • Die Anzahl von 32 österreichischen Erstaufführungen 2007 im Kino entspricht der Anzahl der Filme aus den vergangenen Jahren. Allerdings: Der Anteil der Spielfilme sinkt, jener der Dokumentarfilme steigt weiter.
  • 2007 sind nur noch bei einem Viertel aller Koproduktionen österreichische Produzenten federführend. Damit liegt 2007 die Projektentstehung nur zu einem Viertel bei österreichischen Produzenten.
  • Das Vergabevolumen des ORF ist im Jahr 2007 um 6,5% gegenüber 2006 gestiegen. 31 Firmen wurden mit 95% des Vergabevolumens beauftragt, an 67 Firmen wurden 5 % vergeben.
  • Der Anteil der Fiktion, insbesondere des Films, sinkt im ORF weiter. Das diesbezügliche Vergabevolumen ist 2007 im Vergleich zum Vorjahr um 42% gesunken.
  • Privat-TV-Boom: Nach dem Boom der Privatradios folgt nun der Boom der privaten TV-Veranstalter. In Österreich gibt es 80 private TV-Sender. Die Umsätze der Privaten machen mit 81 Mio. Euro jedoch nur einen Bruchteil der ORF-Umsätze (949,9 Mio. Euro) aus.

Eine der zentralen Aufgaben des österreichischen Filmwirtschaftsberichts ist es, Daten über die wirtschaftliche Bedeutung des Films in Österreich zur Verfügung zu stellen, die internationalen Vergleiche erlauben. Aus diesem Grund wird - vermutlich ab dem Bericht zum Jahr 2008 - das Zahlenmaterial von Statistik Austria genutzt. Da Statistik Austria derzeit auf ein neues Schema der Unternehmenserhebung umstellt, können für heuer diese Daten noch nicht verwendet werden.