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nach oben| Filmpreise
  • Im Jahr 2007 konnten 19 österreichische Kinofilme 35 Preise erringen. Zudem waren zwei Filme in den Wettbewerb von Berlin und Cannes eingeladen. Eine Auszeichnung auf einem der 12 A Festivals gab es nicht.
  • Sieben der neun erfolgreichsten Filme des Jahres konnten einen Weltvertrieb für sich gewinnen. Damit haben die Filme ihre Chance gewahrt, den Festivalbetrieb als Plattform für eine internationale Auswertung zu nutzen.
  • Werbefilme aus Österreich: Feiern immer wieder vereinzelt Erfolge, die ganz großen Auszeichnungen konnten aber nicht erreicht werden.
  • Das öffentlich-rechtliche Fernsehen ORF sieht in den zahlreichen Preisen und Auszeichnungen für Fernsehfilme einen Qualitätsbeweis im internationalen Vergleich.

Die Präsenz österreichischer Filme auf internationalen Filmfestivals hat sich sich auf hohem Niveau bestätigt.

Filmfestivals sind periodisch stattfindende, kulturelle Veranstaltungen mit Event-Charakter, die Produzenten und Filmemachern die Chance geben, international auf sich aufmerksam zu machen und Vertriebswege für ihre Filme zu erschließen. Kinofilmfestivals wie Berlin oder Cannes haben zudem einen ausgeprägten Markt. Im Jahr 2007 konnten sieben der neun erfolgreichsten Filme des Jahres einen Weltvertrieb für sich gewinnen. Das ist in der Vergangenheit nur in Einzelfällen gelungen und ist damit ein Zeichen für die erhöhte Wahrnehmung
österreichischer Filme. Zudem haben diese sieben Filme ihre Chance gewahrt, den Festivalbetrieb als Plattform für eine internationale Auswertung zu nutzen.

Die European Coordination of Film Festivals (ECFF), die Interessenvertretung europäischer Filmfestivals mit Sitz in Brüssel, geht von bis zu 800 Filmfestivals in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union aus, darunter ungefähr 160 Kurzfilmfestivals.
Der weltweite Anstieg der Anzahl von Filmfestivals – ein Trend, der besonders seit den 1990er Jahren zu beobachten ist -, lässt sich zum Teil durch das Aufkommen neuer digitaler Technologien in der Filmherstellung und -projektion (Videoprojektoren) und durch intensiveres Standortmarketing erklären.

Die bedeutendsten Festivals der Welt sind so genannte A Festivals. Als A-Festival gelten Filmfestspiele mit internationalem Wettbewerb, die beim Filmproduzentenverband FIAPF akkreditiert sind.
Derzeit gibt es folgende zwölf A Festivals:
  • Internationale Filmfestspiele Berlin (Berlin, Februar)
  • Festival Internacional de Cine de Mar del Plata (Mar del Plata/Argentinien, März)
  • Internationale Filmfestspiele von Cannes (Cannes, Mai)
  • Internationales Filmfestival Shanghai (Shanghai, Juni)
  • Internationales Filmfestival Moskau (Moskau, Juni/Juli)
  • Internationales Filmfestival Karlovy Vary (Karlovy Vary/Tschechische Republik, Juni/Juli)
  • Festival Internazionale del film Locarno (Locarno/Schweiz, August)
  • World Film Festival (Montréal/Kanada, August/September)
  • Filmfestspiele von Venedig (Venedig, August/September)
  • San Sebastián International Film Festival (San Sebastián/Spanien, September)
  • Tokyo International Film Festival (Tokio, Oktober)
  • Cairo International Film Festival (Kairo, November/Dezember)

Die erfolgreiche Teilnahme an Wettbewerben internationaler Filmfestivals qualifiziert österreichische Kinofilme auch als Referenzfilme im Rahmen der erfolgsabhängigen Filmförderung des Filminstituts, soweit eine bestimmte Mindestbesucherzahl überschritten wird. Diese Referenzmittel sollen anspruchsberechtigten Produzenten die Grundfinanzierung für die Herstellung bzw. die Entwicklung eines neues Projekts nach eigener Entscheidung ermöglichen.

Im Jahr 2007 haben fünf Filme aufgrund ihrer Festival- und/oder Publikumserfolge die Voraussetzung für die Beanspruchung von
Referenzmittel beim Österreichischen Filminstitut erfüllt: „Am Limit" (als bestbesuchtester Film), „Die Fälscher“ (Berlin, Wettbewerb),
„Import Export“ (Cannes, Wettbewerb), "Karo und der Liebe Gott" (Besuche), "Kurz davor ist es passiert" (Paris, Cinéma du Réel,
Wettbewerb) und "Lapislazuli" (Berlin, Wettbewerb).