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ÖSTERREICHISCHES FILMINSTITUT
www.filminstitut.at

Ziel: Das Österreichische Filminstitut fördert als bundesweite Filmförderungseinrichtung das österreichische Filmwesen nach kulturellen und wirtschaftlichen Aspekten. Ziel der Filmförderung ist es, die Herstellung, die Verbreitung und Vermarktung österreichischer Filme zu unterstützen, die geeignet sind, sowohl entsprechende Publikumsakzeptanz als auch internationale Anerkennung zu erreichen und dadurch die Wirtschaftlichkeit, die Qualität, die Eigenständigkeit und die kulturelle Identität des österreichischen Filmschaffens zu steigern.

Zu diesem Zweck fördert das Filminstitut die Herstellung von Filmen einerseits nach dem Projektprinzip und andererseits nach dem Erfolgsprinzip (Referenzfilmförderung). Für die Herstellungsförderung nach dem Projektprinzip sind mithilfe einer Expertengruppe (Auswahlkommission) Vorhaben auszuwählen, die einen künstlerischen und/oder wirtschaftlichen Erfolg erwarten lassen oder den Zielsetzungen der Nachwuchsförderung entsprechen. Durch die Nachwuchsförderung soll der Einstieg in das professionelle Filmschaffen erleichtert werden. Ein Nachwuchsfilm ist der erste und zweite Film, bei dem der Regisseur die Regieverantwortung für einen Kinofilm trägt.
Voraussetzung für die Herstellungsförderung im Wege der Referenzfilmförderung ist, dass der Hersteller eines programmfüllenden Kinofilms einen künstlerisch oder wirtschaftlich erfolgreichen Referenzfilm vorweisen kann.

Rechtsform: juristische Person des öffentlichen Rechts
Rechtsgrundlage: Filmförderungsgesetz 1980, zuletzt novelliert 2004
Beginn der Tätigkeit: 29. April 1981
Jahresetat: 9,6 Millionen Euro (2004)
Richtlinien: April bzw. Oktober 2004
Förderbereiche: Stoffentwicklung, Herstellung, Verwertung, berufliche Weiterbildung, Strukturförderung
Förderhöhe:
Drehbuch- bzw. Konzepterstellung: Höchstsatz 7.500 Euro /Autor bzw. 8.000 Euro /Autor und Filmhersteller
Drehbuchentwicklung im Team: Höchstsatz Euro 12.400
Projektentwicklung: Höchstsatz 36.400 Euro
Herstellung: Richtsatz 440.000 Euro, wobei die Förderung bis zu 20 vH der Herstellungskosten bzw. des österreichischen Anteils an den Gesamtherstellungskosten als nicht rückzahlbarer Zuschuss gewährt wird. Darüber hinausgehende Mittel sind erfolgsbedingt rückzahlbar.
Förderungsentscheidung: 5 Antragstermine, Auswahlkommission (ab 2005 Projektkommission)

FILMFONDS WIEN
www.filmfonds-wien.at

Ziel:
Vorrangiges Ziel des Filmfonds Wien ist es, Wien als Film- und Medienstandort sowie als Drehscheibe des internationalen Filmschaffens zu stärken und auszubauen sowie die kulturelle Vielfalt Europas zu erhalten. In diesem Sinne werden die Kultur, die Wirtschaft und die Beschäftigung innerhalb der Filmbranche in einem europäischen Kontext gefördert. Eine weitere wichtige Aufgabe des Filmfonds ist es, für den österreichischen Film eine größtmögliche Öffentlichkeit zu schaffen.
Rechtsform: Fonds
Rechtsgrundlage: Wiener Stiftungs- und Fondsgesetz, fondsbehördlich genehmigte Satzung vom 19.3.2002
Beginn der Tätigkeit: 1976
Richtlinien: 2002
Jahresetat: 7.995.000 Euro aus Mitteln des Landes Wien
Förderungsbereiche:
Projektentwicklung einschließlich Drehbucherstellung
Herstellung von Kino- und Fernsehfilmen
Verwertungsförderung (Verleihmaßnahmen und Teilnahmen an internationalen Festivals,
Marktveranstaltungen und Wettbewerben)
Vorhaben, für die beim Filmfonds Förderungsmittel in Höhe von weniger als 30 Prozent der vom Filmfonds anerkannten Gesamtherstellungskosten beantragt werden, werden vorrangig gefördert.
Förderungshöhe (Höchstsätze):
Kinofilme 1 Mio. Euro
Erstlingsfilme des Herstellers oder des Regisseurs 400.000 Euro
Fernsehfilme 500.000 Euro
Form der Förderung: erfolgsbedingt rückzahlbare Zuschüsse
Förderungsentscheidung: 5 Antragstermine, Auswahlkommission

FILMFÖRDERUNG DES LANDES NIEDERÖSTERREICH
noe-filmfoerderung@noel.gv.at

Ziel:
Das Land Niederösterreich nimmt im Bereich Filmfinanzierung die Unterstützung von Filmproduktionen wahr, die einen sachlichen oder personellen Bezug zu NÖ haben und/oder in Niederösterreich entstehen. Gefördert wird nicht nur ein bestimmtes Segment des Filmschaffens, sondern Film in all seinen Facetten: Als Kulturgut und als Wirtschaftsfaktor.
Wesentliche Förderungsvoraussetzungen sind der sachliche oder personelle Bezug zu NÖ und/oder die Herstellung des zu fördernden Vorhabens in NÖ.
Rechtsgrundlage: NÖ Kulturförderungsgesetz 1996
Jahresetat: 1 Mio Euro; Förderungsausgaben 2004: 485.000 Euro
Förderungsbereiche: Kinospielfilme und Fernsehproduktionen, Low-Budget-Spielfilme, Dokumentarfilme, Experimentalfilme und Kurzfilme
Förderungshöhe:
Seit 1997 werden bei der Beurteilung der Projekte neben den künstlerischen auch wirtschaftliche und touristische Aspekte berücksichtigt. Neben dem kulturellen Niederösterreich-Bezug hat der wirtschaftliche Regionaleffekt bei primär aus wirtschaftlichen Gründen geförderten Projekten mindestens das Zweifache der Förderung zu betragen. Die Förderung ist als „Spitzenfinanzierung“ konzipiert. Der derzeitige Richtwert für große Filmproduktionen liegt bei ca. 7,5 % der Nettoherstellungskosten. Bei primär künstlerischen Projekten kann der Anteil der Förderung auch höher sein. Förderung wird als nicht rückzahlbare Zuschüsse, bedingt oder unbedingt rückzahlbare Darlehen und eine Kombination dieser Förderungsarten gewährt.
Förderungsentscheidung: Antragstellung jederzeit; Begutachtung durch ein beratendes Expertengremium

CINE STYRIA FILMCOMMISSION
www.cinestyria.steiermark.at

Ziel:
Förderung und Stärkung der österreichischen Film- und TV-Branche. Förderung und Präsentation der Attraktivität von Graz und der Steiermark als Standort und Region für nationale und internationale Film- und TV-Projekte im In- und Ausland; Steigerung und Aufzeigen der Film- und TV-Kompetenz (Human Resources); Steigerung der branchenspezifischen Infrastruktur in der Region (Betriebsansiedlung); Nachwuchsförderung.
Die CINE STYRIA ist eine regionale, nationale und internationale Schnittstelle für Networking, Promotion, Information, Service, Support und Förderung Steiermark-relevanter Film-, TV- und Multimediaprojekte.
Rechtsform: Verein
Beginn der Tätigkeit: März 2004
Richtlinien: vom Mai 2004
Jahresetat: 1 Mio. Euro vom Land Steiermark
Förderbereiche: Herstellung von Kino- und TV-Filmen, Serien, Dokumentarfilmprojekten sowie anderen audiovisuellen Werken, welche durch entsprechende Medien (TV, Kino, Internet, DVD od. andere neue Medien) einem größerem Publikum zugänglich gemacht werden sollen; Verleih- und Vertriebsförderung
Förderungshöhe:
Herstellungen: max. 20% der gesamten Projektkosten (Spitzenfinanzierung), bei internationalen Gemeinschaftsproduktionen ist der Österreich-Anteil der Gesamtherstellungskosten ausschlaggebend
Die Förderungsmittel werden in Form nicht rückzahlbare Zuschüsse gewährt.
Förderungsentscheidung:
Antragstellung 3mal jährlich; die Förderungsentscheidungen erfolgen durch den Vereinsvorstand auf Empfehlungen eines Fachbeirats. Das zur Förderung eingereichte Projekt muss geeignet sein, wesentliche kulturelle und/oder wirtschaftliche Effekte in der Steiermark, bzw. in Graz zu erzielen. Dies ist in erster Linie dadurch der Fall, dass das Projekt zu wesentlichen Teilen in der Steiermark, respektive in Graz realisiert wird. Anzustreben ist, dass das 1,5fache der vergebenen Fördersumme in der Steiermark ausgegeben wird. Projekte, welche einen höheren Regionaleffekt erzielen, werden solchen, welche einen geringeren Regionaleffekt erzielen in Bezug auf die Höhe der Fördersumme, vorgereiht.


Oberösterreichisches Filmbüro für touristisch wirksame Produktionen
im Auftrag des Landes Oberösterreich, Abteilung Gewerbe Oberösterreich

Förderung der Herstellung von touristisch wirksamen Filmvorhaben im Land Oberösterreich
Rechtsform: Bauer & Co KEG
Rechtsgrundlage: Dienstleistungsauftrag
Beginn der Tätigkeit: 1996
Richtlinien: exklusiv Spitzenfinanzierung
Jahresetat: kein feststehendes jährliches Budget
Förderungsbereich:
Förderungen können alle Pilotfilme zu Serien bzw. Serien und Reihen bekommen, die ausschließlich in Oberösterreich gedreht werden und ein hohes touristisches Potential beinhalten. Ebenfalls muss die Location wiedererkennbar dargestellt werden.
Förderungshöhe: abhängig von der jeweiligen Höhe der Produktionskosten und des OÖ Effektes und des OÖ Bezuges
Förderungsentscheidung:
Das OÖ-Filmbüro prüft die Unterlagen und empfiehlt der Landesregierung aufgrund objektiver Kriterien Ablehnung oder Gewährung einer Förderung. Vor Vergabe der Förderung muss die Förderzusage den Landtag passieren. Jedes Förderansuchen wird individuell behandelt.
Aussicht auf Förderung haben Produktionen, die den Nachweis von Ausstrahlung bzw. Vertrieb erbringen können und die, unabhängig von der zeitlichen Zusage, die Förderung als Spitzenfinanzierung benutzen.

CINE TIROL
www.cinetirol.com

Ziel: Hauptziel ist es, Tirol mit Hilfe von verschiedenen Anreizimpulsen zu einem attraktiven Film- und Fernsehproduktionsstandort zu machen, um damit die "Botschaft Tirols" in und durch Medien auf breiter Ebene aus dem Land zu tragen, um ein Netzwerk von Kreativität zu initiieren und eine Plattform für kulturelle und wirtschaftliche Expansion zu schaffen. Cine Tirol realisiert dieses Ziel sowohl durch die Tätigkeit als Regionale Film Commission und Location Service (allgemeinen Informationen, Hilfe bei der Locationsuche, Crews und Equipment, Unterkunft, Transport und bei der Beschaffung von Drehgenehmigungen) als auch als Filmförderer. Dabei bestimmen neben der künstlerischen Bewertung vor allem Kriterien wie der inhaltliche Tirol-Bezug und/oder der wirtschaftliche Tirol-Effekt die Entscheidung des Cine Tirol Beirates hinsichtlich einer Förderung, die grundsätzlich in Form eines erfolgsbedingt rückzahlbaren Zuschusses erfolgt und für Spiel- und Dokumentarfilme sowie Fernsehspiele und TV-Serien gilt.
Unbedingte Voraussetzung für die Zuerkennung einer Förderung ist, dass das eingereichte Projekt zur Gänze oder zumindest in Teilen in Tirol realisiert wird. Es muss mindestens das Zweifache der von Cine Tirol bereitgestellten Mittel in Tirol ausgegeben und davon sollte ein Tiroler Film-Branchen-Effekt von 100% der geförderten Mittel erreicht werden. Zum Zeitpunkt der Antragstellung müssen zumindest 80% der Finanzierung gesichert sein.
Beginn der Tätigkeit: Cine Tirol wurde 1998 auf Initiative des Landes Tirol und der Tirol Werbung gegründet.
Rechtsform: Stabstelle innerhalb der Tirol Werbung Gmbh
Beginn der Tätigkeit: 1. April 1998
Richtlinien: Fassung vom 19.12.2001 bzw vom 01.07.2004
Jahresetat: 1 Mio Euro aus Mitteln des Landes Tirol (inklusive Film Commission)
Förderungsbereiche: Drehbuchförderung, Herstellungsförderung: (Herstellung von Kinofilmen einschließlich Dokumentar- und Kurzfilmen sowie Fernsehfilme und -serien und Produktionen in neuen audiovisuellen Medien), Strukturförderung
Förderungshöhe:
Drehbuch: 7.000 Euro
Herstellung: Die Förderung kann als Anteilsfinanzierung, dh höchsten bis zu 20% der gesamten Herstellungskosten, gewährt werden.
Mittel von Cine Tirol werden grundsätzlich entweder als zinslose, erfolgsbedingt rückzahlbare Zuschüsse oder als nicht rückzahlbare Zuschüsse vergeben.
Förderungsentscheidung: 4 Antragstermine; Beirat

FÖRDERUNG DES LANDES SALZBURG FÜR KOMMERZIELLE FILMPRODUKTIONEN
www.salzburgagentur.at

Ziel: Förderung der kulturellen und filmwirtschaftlichen Entwicklung Salzburgs und die Förderung von Film- und Fernsehproduktionen, welche einen möglichst hohen gesamtwirtschaftliche n Nutzen für Salzburg, sowie die Erreichung des „Salzburger Filmbrancheneffekts“, insbesondere durch eine erhöhte Beschäftigungsmöglichkeit in der Salzburger Filmbranche, erwarten lassen.
Um diese Position und die Salzburger Filmwirtschaft zu stärken, wurde die Filmlocation in der Standort Agentur Salzburg GmbH eingerichtet. Diese Service- und Beratungsstelle bietet als erste Anlaufstelle ("First-Stop-Shop") insbesonders für kommerzielle Film- und Fernsehproduktionen mit internationalem Vertrieb gebündelte Hilfestellungen und Dienstleistungen aus einer Hand an: Beratung über Filmförderungen in Salzburg, Koordination mit den Film-Förderstellen, Unterstützung bei der Suche nach Locations, Auskunft und Unterstützung bei Behördenkontakten, Vermittlung von filmtechnischen Dienstleistern, Crews, Equipment, Unterkunft, etc
Jahresetat: 581.000 Euro; Mittel des Landes Salzburg
Richtlinien: Förderung des Landes Salzburg für kommerzielle Filmproduktionen vom 28.08.2003
Förderungsbereiche:
Herstellung von Filmen (Spielfilme, Kinofilme, Dokumentarfilme bis hin zur Produktion von Fernsehunterhaltung); Drehbuchwettbewerb
Förderungshöhe:
bei der Festsetzung der Zuschusshöhe sind die von anderen Institutionen für dasselbe Filmprojekt zur Verfügung gestellten Fördermittel ebenso zu berücksichtigen wie die Verfügbarkeit von Landesfördermitteln im Rahmen des jährlichen Filmförderungsbudgets; nicht rückzahlbare Zuschüsse
Förderungsentscheidung:
Das zu fördernde Filmvorhaben muss eine Stärkung insbesondere der wirtschaftlichen Wertschöpfung des Standortes Salzburg (Salzburg-Effekt) und der wirtschaftlichen Stärkung der Salzburger Filmbranche mit gesteigerten Beschäftigungsmöglichkeiten (Salzburger Filmbrancheneffekt) erwarten lassen. Der Salzburg–Effekt gilt jedenfalls als erreicht, wenn 200% der Fördermittel nachweislich direkt oder indirekt im Wege der Umwegrentabilität im Land Salzburg ausgegeben werden. Ein ausreichender Salzburg–Effekt kann auch durch die Erzielung verhältnismäßig großer regionaler, insbesondere touristischer Wertschöpfungseffekte als Resultat der Filmproduktion sowie durch Ausstrahlung bzw. Veröffentlichung gegeben sein. Der Salzburger Filmbranchen-Effekt liegt jedenfalls vor, wenn 100% der Fördermittel des Landes Salzburg für den Bezug einschlägiger Lieferungen und Leistungen der Salzburger Filmwirtschaft verwendet werden. Weiters ist für die Bereitstellung einer Förderung die nachweislich internationale Verwertbarkeit und damit die Erreichung des angestrebten internationalen Image- und Werbeeffekts für das Land Salzburg Voraussetzung.
Beratung, Antragstellung (jederzeit) und Förderungsentscheidung: StandortAgentur Salzburg GmbH

FERNSEHFONDS AUSTRIA der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR-GmbH)
www.fernsehfonds.at ' target='_blank'>www.rtr.at/fernsehfonds oder www.fernsehfonds.at

Ziel: Mit der Novelle des KommAustria-Gesetzes (KOG) wurde per 01.01.2004 bei der RTR-GmbH ein Fernsehfilmförderungsfonds eingerichtet. Die RTR-GmbH verwaltet diesen Fonds und erhält jährlich EUR 7,5 Mio. aus einem Teil der Gebühren gemäß § 3 Abs. 1 Rundfunkgebührengesetz (RGG), die früher dem Bundesbudget zugeflossen sind. Die Förderungen des FERNSEHFONDS AUSTRIA sollen zur Steigerung der Qualität der Fernsehproduktion und der Leistungsfähigkeit der österreichischen Filmwirtschaft beitragen, den Medienstandort Österreich stärken und eine vielfältige Kulturlandschaft gewährleisten. Darüber hinaus soll die Förderung einen Beitrag zur Stärkung des audiovisuellen Sektors in Europa leisten.
Rechtsform: Fonds ohne eigene Rechtspersönlichkeit, verwaltet durch die RTR-GmbH.
Rechtsgrundlage: KommAustria-Gesetz (§§ 9f ff. KOG)
Beginn der Tätigkeit: 1. Jänner 2004
Richtlinien: Die Richtlinien wurden im Herbst 2004 neu gefasst, der Europäischen Kommission zur Notifizierung vorgelegt und mit Entscheidung vom 13.07.2005 K(2005)2571, staatliche Beihilfe Nr. N 77/2005 bis 30.06.2007 genehmigt.
Jahresetat: 7,5 Mio. Euro
Förderbereiche: Herstellung von Fernsehfilmen, -serien und –dokumentationen mit einer Mindestlänge von 23 Minuten.
Förderungshöhe: Maximal 20% der angemessenen Gesamtherstellungskosten. Im Hinblick auf den gesetzlichen Auftrag, den Medienstandort Österreich zu stärken, wird auf die Förderung von Produktionen, die einen hohen ausländischen Finanzierungsanteil aufweisen, besonders Bedacht genommen. Die Aufwendungen, die in Österreich umgesetzt werden, sollen mindestens dem 1,5-fachen des gewährten Förderungsbetrages entsprechen und dürfen diesen Förderungsbetrag nicht unterschreiten. Im Rahmen der Förderentscheidung ist auf Anträge, die einen hohen Anteil an in Österreich umgesetzten Aufwendungen aufweisen, besonders Bedacht zu nehmen.
Fernsehfilme: Höchstsatz 700.000 Euro
TV-Dokumentationen: Höchstsatz 200.000 Euro
Fernsehserien: Höchstsatz 120.000 Euro pro Folge

Die Förderungsmittel werden in Form nicht rückzahlbarer Zuschüsse gewährt.

Förderungsentscheidung: 4 Antragstermine; zur Beratung der RTR-GmbH bei der Vergabe von Mitteln wurde ein Fachbeirat eingerichtet.


FILM/FERNSEH-ABKOMMEN

Ziel des Abkommens ist es, zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen Film und Fernsehen, insbesondere zur Herstellung österreichischer Kinofilme beizutragen, die den Voraussetzungen des Filmförderungsgesetzes und des Rundfunkgesetzes entsprechen.

Rechtsgrundlage: Vertrag zwischen Filminstitut und ORF vom 6./12. Oktober 1981
Beginn der Tätigkeit: Oktober 1981
Jahresetat: 5.960.370 Euro (2004) aus Mitteln des ORF
Finanzierungsbereiche: Herstellung programmfüllender Kinofilme sowie Nachwuchsfilme, Filme mit Innovationscharakter, Kurz- und Dokumentarfilme im Rahmen der „Innovations- und Nachwuchsfinanzierung“ (10% des Jahresbudgets)

Voraussetzung für eine Mitfinanzierung aus Abkommensmitteln ist eine Förderungszusage des Österreichischen Filminstituts bzw. im Rahmen des „Innovations- und Nachwuchsfinanzierung“ einer anderen öffentlichen Filmförderstelle. Die Entscheidung über die Mittelvergabe obliegt einer gemeinsamen Kommission aus Mitgliedern des Filminstituts und des ORF.
Filme, die speziell und typisch zur Fernsehausstrahlung und nicht zur Auswertung im Kino geeignet erscheinen, sind nicht Gegenstand der Mitfinanzierung im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens.